
Die Leser des ersten Buches wollten mehr von Charlie Chan hören. Sie mussten mehr als ein Jahr warten, dann erschien die Geschichte »THE CHINESE PARROT« in „The Saturday Evening Post“ als Fortsetzungsroman, anschließend als Buch.
Diesmal ist Charlie von Beginn an im Mittelpunkt, allerdings spielt er lange Zeit das Klischee eines chinesischen Kochs.
Genau das wurde bei den kommenden Verfilmungen (»The Chinese Parrot«, 1927 und »Charlie Chans Courage«, 1934) stets negativ vermerkt, weil es ihm zu wenig Spielraum lässt.

Zur Story: Charlie arbeitete einst (als Jugendlicher?) für die mittlerweile in finanziellen Schwierigkeiten steckende Alice Phillmore-Jordan. Die möchte ihre wertvolle Perlenkette zu Geld machen, was den millionenschweren P.J. Madden ins Spiel bringt.
Charlie reist als Vertrauensperson zu Maddens Wüstendomizil, will sich umsehen und den Perlen-Deal durchziehen. Er lässt sich als Vertretung des Kochs anstellen und schaut sich um. Ein Papagei, der über Mord plappert, stirbt vor seiner Zeit.

Merkwürdige Vorgänge und eine Filmcrew sorgen für Wirbel. Die Auflösung kommt schließlich nicht mehr sehr überraschend. Es gibt jedoch genug Exotik und ein sich-findendes Pärchen um die Leser zufrieden zu stellen und eine Fortsetzung zu wünschen.
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Nach Olands Tod 1938 sollte es mit neuem Hauptdarsteller weiter gehen, doch der Produzent kürzte zunächst mal Lukes Gehalt. Anschließend machte er ihm klar, dass er nicht die Hauptrolle spiele. Luke hatte ohnehin Zweifel, ob sich der »neue Chan« durchsetzen könne und ob die »Chemie« stimmen würde. Er schmiss hin.

Episode A3 – Steht der echte Charlie Chan bitte auf


Neben Charlie tritt James Hong, damals neu im Geschäft, als Sohn Barry Chan in der einzig regelmäßig wiederkehrenden Rolle auf. Charlie bereist immer wieder das europäische Festland: Paris, Brüssel und einmal sogar Deutschland. Gegen Ende der 39-teiligen Serie wurde öfters in Italien gedreht, Außenaufnahmen blieben in der Regel dialogfrei.




