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Mephisto im großen Opernhaus

Wann kam »Charlie Chan in der Oper« wo ins Kino?
Charlie Chan war bereits ein eingeführter Name und Publikumsmagnet, als »Charlie Chan in der Oper« in den 1930ern in Europas Kinos kam. Nach der Premiere im Dezember 1936 war der Film ab 8. Januar 1937 in US-Kinos und schon ab 14. in London und später GB zu sehen.
Die Kinowerbung in damaligen Tageszeitungen zeigt, das bis Ende des Jahres die Verleiher wohl jeden Winkel Europas erreicht hatten, aber aufgrund der Beliebtheit zirkulierten die Kopien bis in die 1940er.

Suure ooperi saladus

Estnisches Nachrichtenblatt mit Kinowerbung

Mit dem Titel wurde teilweise etwas frei umgegangen, so lief der Film in Italien als »Der verschwundene Dolch« (Il pugnale scomparso). Im Bereich der ehemaligen KuK etablierte sich größtenteils »Mephisto in der Oper«.
Ungarn war eines der frühesten europäischen Länder und startete im März (Mefiszto az Operában / Charlie Chan az operában), dicht gefolgt von Schweden (Charlie Chan på Operan) und Portugal (Charlie Chan na Ópera).

Dänemark war Ende April dran (Charlie Chan i operaen), im Mai ging es in schneller Folge nach Finnland (Charlie Chan oopperassa), und Tschechoslowakei (Charlie Chan v opere) wo auch eine deutsch untertitelte Version (Charlie Chan in der Oper) gezeigt wurde, so etwa am 8.5.1937 in Brünn/Brno. Dasselbe in Rumänien (Mephisto în opera), wo die Premiere in Hermannstadt/Sibiu am 12. Mai gefeiert wurde.
Estland folgte im Juni mit »Suure ooperi saladus«, was sich mit »Das Geheimnis der großen Oper« übersetzen lässt, siehe Bild des Tallinner Nachrichtenblattes »Postimees« vom 7. Juni 1937, das die Kinowerbung direkt unter dem Titel bringt.

Warner Oland / Charlie Chan in der Oper

Illustrierte Wochenpost aus Österreich

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In Österreich stieg man zur Uraufführung am 29. Juli groß ein mit der Werbung. Die »Illustrierte Wochenpost« brachte am 30.7. Foto und Text zu Oland und darunter noch eine Filmbesprechung zu »Charlie Chan in der Oper«, siehe Bild.

Das Wiener »Sporttagblatt« nannte am 27.7. den Titel »Mord aus Eifersucht«, obwohl »Das Kino-Journal« bereits in der Ausgabe vom 29. Mai mit »Mord im Opernhaus« geworben hatte, was als offizieller Filmtitel für Österreich gilt.
Allerdings wurde auch so mancher Film vor Kinostart mehrmals umbenannt, so dass man erst nach Ansicht des Films definitiv sicher sein konnte 😉

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Charlie Chan in der Oper Luxemburg

Kinowerbung aus Luxemburg

Die französische Fassung (Charlie Chan à l’opéra) ging offenbar erst ab August an den Start. Die Erstaufführung in Luxemburg kam wenig später. Die Werbung überschlug sich naturgemäß immer. Ein schönes Beispiel dafür ist das Bild aus dem Escher »Tageblatt« vom 12. August 1937: »Unheimliche Begebenheiten … Charlie Chan, der berühmte chinesische Detektiv wird zum Retter in der Not … Einzigartig! Gewaltig! Nervenpeitschend!«
Erste Spuren in der Schweiz finden sich ab September im französischen Teil (Lausanne).

Slowenien kam im September in den Genuss (Mefisto v operi). Vermutlich zirkulierten auch dort deutsche Untertitel, die früheste in Marburg an der Drau/Maribor als »Mephisto in der Oper« ist allerdings erst am 22.3.1938 im Burg-Tonkino nachweisbar. Kroatien folgte im Oktober 1937 (Mefisto u operi).
Der Start der italienischen Fassung (Il pugnale scomparso) ist unklar. Sie lässt sich jedenfalls in Südtiroler Kinos als »Der verschwundene Dolch« ab November des Jahres finden. In der Folgezeit auch in der italienischsprachigen Schweiz, z.B. Locarno 1938. Der deutschsprachige Teil war sicherlich nicht außen vor, der früheste Nachweis liegt aktuell aber erst für 1942 (Zürich) vor.

Wenn das so schnell ging, dürfte die Serie schon eine gewisse Popularität gehabt haben, nicht wahr? Zu etlichen Ländern liegen mir leider noch gar keine Informationen vor. In Deutschland und Spanien folgten Aufführungen erst Jahrzehnte später. Die Zeit enthüllt und verdeckt alles …

Charlie Chan in Arizona

Was wäre, hätte 20/Fox Charlie 1936 in den (Wilden) Westen geschickt?
In der 2014 entstandenen Story “Mystery of the Arizona Dragon” von Darryle Purcell passiert genau das und die Schauspieler kommen auf eine Ranch, um den Umgang mit Pferden zu lernen. Bald gibt es Tote, denn finstere Mächte sind in der Gegend am Werk.

Warner Oland (Charlie Chan) und Keye Luke (Lee Chan) sind hier natürlich mit dabei, das macht den Reiz für Chan-Fans aus. Kurz wird ihr Werdegang eingeflochten, auch als Leinwand-Team, das die Chan-Reihe erst veredelt hat. Beide bekommen kleine, feine Dialoge und dürfen ein wenig zur Auflösung beitragen.

Neben dem Erzähler Curly Woods, seines Zeichens Hollywood Cowboy Detective, ist aber Western-Legende “Hoot” Gibson der Co-Star, der den Schauspielern etwas beibringen soll und ebenfalls bei der Aufklärung des Falles hilft.
Der reale “Hoot” Gibson war, nebenbei gesagt, kurzzeitig Ehemann von Sally Eilers, die im Chan-Film “Der Tod ist ein schwarzes Kamel” (THE BLACK CAMEL, 1931) die weibliche Hauptrolle gespielt hatte.

Die Geschichte enthält viel Cowboy-Romantik, Schiessereien, ein wenig Detektivspiel und schließlich Spionage-Elemente. Der Autor kennt sein Western-Setting und bringt das so launig rüber, dass man ihn als Erzähler/Filmheld in “Western von Gestern” sehen wollte. Dazu bringt er immer wieder Details aus Charlie Chan Filmen unter, etwa ein ferngesteuertes Flugzeug, sowie viel Zeitgeschichte.

Mit moderaten Englisch-Kenntnissen kommt man gut durch die 108 Seiten (inkl. einer handvoll Zeichnungen) sowie die Bonusstory “Mystery of the Stuntman Ghost” (32 S.). Der kurzweilige Ausflug in das Western-Genre enthält keine tiefschürfenden Charakterzeichnungen und steuert geradlinig auf ein Ziel zu. Nicht zu viel erwarten, dann ist der Dragon gut für zwischendurch geeignet.

Update: Link

Chang Apana – mehr als ein Charlie Chan Vorbild

Er war nicht Charlie Chan, aber zu jener Zeit bei der Honolulu-Polizei beinahe schon legendär. Als Autor Earl Derr Biggers für seinen Hawaii-Krimi recherchierte, stieß er auf einen Zeitungsbericht über Chang Apana. Schon war die Idee geboren, auf der exotischen Insel einen chinesischen Polizisten ermitteln zu lassen.

Chang Apana, geboren am 26. Dezember 1870 nahe Honolulu auf Oahu, arbeitete bereits als Jugendlicher auf einer Ranch und trug Cowboyhut und Bullenpeitsche. Als amerikanische Truppen die Inseln 1898 besetzten, war Apana bereits als Tierschützer im öffentlichen Dienst tätig. Bald wurde der US-Marshal aufmerksam und Chang Apana wechselte in den Polizeidienst.

Wichtig war ihm eine Spezialerlaubnis, mit der er die Bullenpeitsche, mit der er Vorführungen gab, auch im Einsatz tragen zu dürfen.
Mit Mördern hatte Apana im Gegensatz zu Charlie Chan kaum zu tun, eher mit Opium-Schmugglern und Glücksspielern zuhauf. Da taucht in den Polizei-Meldungen oft lapidar etwas auf wie: »Polizei Offizier Apana fasste gestern in Palama Glücksspieler, brachte zehn in Haft.« (The Pacific commercial advertiser, 27. July 1908)

Apana wich keinem Kampf aus, war nicht gerade für Langmut bekannt und konnte ordentlich Prügel austeilen. Immer wieder verkleidete er sich, um in versteckte Spielhöllen zu gelangen. Etliche überlebte Messerattacken, die Festnahme von 40 Spielern auf einen Streich und ein Sturz aus dem zweiten Stockwerk mit umgehender Rückkehr machten ihn bei Kriminellen zum gefürchteten Gegner.

Apana hatte viele Kinder aus mehreren Ehen. Er sprach nur Hawaiianisch und »Pidgin-Englisch«, konnte nicht lesen, aber das war für die Arbeit nicht wichtig. Eine der Töchter las ihm auf der Veranda des Hauses am Punchbowl Hill gerne aus Magazinen vor oder die Zwischentitel im Kino.

Chang Apana wurde regelmäßig befördert, und ab 1925, nach Erscheinen von Earl Derr Biggers Krimi, wurde er oft als »Charlie Chan« angesprochen. Den Touristen gab er lächelnd Autogramme.
1931, bei den Dreharbeiten zum Chan-Film »Der Tod ist ein schwarzes Kamel« wurde Chang Apana eingeladen, die Dreharbeiten zu besuchen. Er kam gerne und amüsierte sich insbesondere über die Chan-Sprüche. Zusammen mit Hauptdarsteller Warner Oland posierte er vergnügt den Fotografen.

Nach einem Schlüsselbeinbruch bei einen Unfall 1932 wurde Chang Apana pensioniert und arbeitete als Wachmann weiter. Ende des Folgejahres wurde bei dem an Diabetes leidenden Apana eine Beinamputation notwendig, in deren Verlauf er am 8. Dezember 1933 verstarb.
Die Zeitungen titelten landesweit »Charlie Chan ist tot« und verwiesen auf Biggers Ideenfindung. Bei der großen Trauerfeier waren die Mitglieder der Polizei anwesend und das Militärorchester spielte.

Viel hatten der drahtige, zigarettenrauchende Apana und Charlie Chan nicht gemeinsam. Dennoch gestand Earl Derr Biggers, dass wenn Charlie schon ein Vorbild haben müsse, es keinen Besseren als Chang Apana geben könne.

Alias Charlie Chan – Warner Oland

Für die Leinwand prägte zweifellos ein Schauspieler die Rolle des Charlie Chan: Warner Oland.
Der kam am 3. Oktober 1879 in Schweden zur Welt, doch seine Familie übersiedelte 1892 in die USA. Er spielte ab 1898 Theater, u.a bei der »Sarah Bernhardt Company« und der bekannten Alla Nazimova. Er übertrug Henrik Ibsens Stücke und zusammen mit seiner Frau auch August Strindberg.
Die Filmgesellschaften wurden auf den versierten Theatermimen aufmerksam. Schauspieler stellten damals alle möglichen Nationalitäten dar und Oland wurde häufig für asiatische Rollen engagiert. In seiner Hollywoodkarriere drehte er neben den Großen, von Greta Garbo bis Marlene Dietrich. Oland und seine Frau gingen jedoch lieber auf Reisen als Geld und Karriere nachzujagen. Er meinte: »Ich bin nackt auf die Welt gekommen, und nackt werde ich sie verlassen.«

Ende 1930 kaufte Fox Film die Rechte am neuesten Chan-Roman und Oland bekam die Hauptrolle. Der warf sein Talent in die Figur und verlieh ihr eine unverwechselbare Leinwandseele. Publikum und Kritiker waren begeistert, Zuschauer in Amerika, Europa und China wollten mehr! Mehrere Filme pro Jahr entstanden und bald konnte Oland nicht mehr spazieren gehen, ohne erkannt zu werden. Als das Ehepaar 1936 nach Peking reiste, gab es auch dort einen Auflauf, Zeitungen und Wochenschauen berichteten.

Regisseur und Produzent ermunterten Oland zu seinem Unglück zum Trinken: Er wirke entspannter. 1937 konnte Oland Filme nicht mehr ohne Alkohol drehen. Seine Frau reichte die Scheidung ein und bald landete er mit Nervenzusammenbruch im Krankenhaus. Eine Erholungsreise sollte helfen, er wollte die »Kastanienbäume von Florenz wieder sehen.«
Seine Frau war zur Aussöhnung bereit, sollte er dem Alkohol abschwören. Nach einem Sommer in Westeuropa reiste Oland Ende Juli 1938 nach Schweden. Auf Postkarten beschrieb er, wie herzlich ihn alle aufnahmen. Er wohnte in Greta Garbos Sommerhaus und besuchte seine Heimatstadt, fühlte sich wie im Paradies.
Doch dann holte er sich eine Lungenentzündung und wurde ins Stockholmer Krankenhaus gebracht. Dort starb Warner Oland, der Charlie Chan in 16 Filmen gespielt hatte, am 6. August 1938. Hollywood trauerte, doch schnell wurde ein Ersatz gesucht. Olands Frau Edith überlebte ihn um 30 Jahre.

Charlie Chan – Bücher, DVDs, Hörspiele

Aus gegebenem Anlass – neue DVDs sind im Kommen – hier mal eine Aufstellung über die Aktivitäten auf dem deutschen und amerikanischen Markt der letzten 3 Jahrzehnte. Erfreulicherweise gar nicht so wenig.
Infos zu fast allem finden sich hier auf der Webseite, insbesondere zu den Aktivitäten seit 2013, die hier begleitet wurden – nun also auch schon über 5 Jahre.

Deutschland:

  • Mai 2018 – DVD: »Ein wohlgehütetes Geheimnis«, Pidax
  • Oktober 2017 – Hörspiel: »Das schwarze Kamel«, Allscore
  • Oktober 2017 – Buch: »Charlie Chan – Eine schwarz / weiße Ära«, Michael-Lothar Höfler
  • Juni 2017 – Hörspiel: »Hinter dem Vorhang«, Allscore
  • März 2017 – Hörspiel: »Der chinesische Papagei«, Allscore
  • Dezember 2016 – Hörspiel: »Das Haus ohne Schlüssel«, Allscore
  • Februar 2015 – DVD: »Charlie Chan Collection Teil 3«, Koch Media (Oper, Olympische Spiele, Broadway, Monte Carlo)
  • Oktober 2014 – DVD: »Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin«, Koch Media
  • Juli 2014 – DVD: »Die blutige Spur« und »Der chinesische Ring«, Chandler
  • Mai 2014 – DVD: »Charlie Chan Collection Teil 2«, Koch Media (Shanghai, Geheimnis, Zirkus, Pferderennen)
  • August 2013 – DVD: »Ein fast perfektes Alibi«, Chandler
  • Juni 2013 – DVD: »Charlie Chan Collection Teil 1«, Koch Media (Kamel, London, Paris, Ägypten)
  • Juni 2013 – DVD: »Die Falle«, Chandler
  • April 2013 – DVD: »Gefährliches Geld«, Chandler
  • 2004 – Buch: »Der chinesische Papagei«, Earl Derr Biggers (Neuübersetzung)
  • 2004 – Buch: »Das Haus ohne Schlüssel: Charlie Chans erster Fall«, Earl Derr Biggers (Neuübersetzung)

USA:

  • Mai 2018 – Buch: »The Charlie Chan Films«, James L. Neibaur
  • Februar 2018 – Buch: »Charlie Chan’s Poppa: Earl Derr Biggers«, Barbara Gregorich
  • Juni 2016 – DVD: »Charlie Chan 3-Film Collection«, Warner (The red Dragon, The feathered Serpent, The Sky Dragon)
  • August 2013 – DVD: »Charlie Chan Collection«, TCM / Warner (Shadows over Chinatown, Docks of New Orleans, Shanghai Chest, The golden Eye)
  • 2013 – Buch: »The Charlie Chan Mystery Movie Guide«, Luke Freeman
  • 2011 – Buch: »The Case Files of the Oriental Sleuths«, David Rothel
  • 2010 – Buch: »Making the Detective Story American«, J. K. van Dover
  • 2010 – Buch: »Charlie Chan – The untold Story of the honorable Detective and his Rendezvous with American History«, Yunte Huang
  • Anfang 2010 – DVD: Charlie Chan Collection, TCM/Warner (Dark Alibi, Dangerous Money, The Trap, The Chinese Ring)
  • Herbst 2008 – DVD: »Cinema Classics Collection 5«, 20th-Century/Fox (Panama, Murder Cruise, Wax Museum, Murder Over New York, Dead Men Tell, Rio, Castle in the Desert)
  • Februar 2008 – DVD: C»inema Classics Collection 4«, 20th-Century/Fox (Honolulu, Reno, City in Darkness, Treasure Island)
  • August 2007 – DVD: »Cinema Classics Collection 3«, 20th-Century/Fox (Camel, Secret, Broadway, Monte Carlo)
  • Dezember 2006 – DVD: »Cinema Classics Collection 2«, 20th-Century/Fox (Circus, Race Track, Opera, Olympics)
  • Mitte 2006 – DVD: »Cinema Classics Collection 1«, 20th-Century/Fox (London, Paris, Egypt, Shanghai)
  • Anfang 2004 – DVD: »Chanthology«, MGM (Secret Service, The Chinese Cat, Black Magic, The Jade Mask, The Scarlet Clue, The Shanghai Cobra)
  • 2001 – Buch: »Charlie Chan’s Words of Wisdom«, Howard M. Berlin
  • 2000 – Buch: »The Charlie Chan Film Encyclopedia«, Howard M. Berlin
  • 1999 – Buch: »A Guide to Charlie Chan Films«, Charles P. Mitchell
  • 1989 – Buch: »Charlie Chan at the Movies«, Ken Hanke
  • 1988 – Buch: »In Manors and Alleys«, Jon Tuska

Vor 40 Jahren: BR startet Chan Marathon

Der Bayerische Rundfunk strahlte über das ganze Jahr 1978 hinweg Filme aus den Jahren 1931-1947 aus. Neben den Lücken (verlorene Filme, keine Rechte etc.) fällt auf, dass die Reihenfolge nach Charlies Welttour verloren ging. So war er Ende März zunächst in der Oper, obwohl er mit dem Pferderennen im April anreiste. Dafür ist die Reihenfolge im Mai (Berlin, Monte Carlo und dann über den Atlantik) sinnvoller als im Urzustand.

11.01.1978 + F1.02 Der Tod ist ein schwarzes Kamel
25.01.1978 + F1.06 Charlie Chan in London
08.02.1978 + F1.08 Charlie Chan in Ägypten
22.02.1978 + F1.09 Charlie Chan in Shanghai
08.03.1978 + F1.11 Charlie Chan im Zirkus
22.03.1978 + F1.13 Charlie Chan in der Oper
05.04.1978 + F1.12 Charlie Chan beim Pferderennen
19.04.1978 + F1.10 Charlie Chans Geheimnis
03.05.1978 + F1.14 Charlie Chan bei den Olympischen Spielen
17.05.1978 + F1.16 Charlie Chan in Monte Carlo
31.05.1978 + F1.15 Charlie Chan am Broadway

14.06.1978 + F2.01 Charlie Chan in Honolulu
28.06.1978 + F2.03 Charlie Chan auf der Schatzinsel
12.07.1978 + F2.02 Charlie Chan in Reno
26.07.1978 + F2.07 Charlie Chan im Wachsfigurenkabinett
09.08.1978 + F2.08 Mord über New York
23.08.1978 + F2.05 Charlie Chan in Panama
06.09.1978 + F2.06 Charlie Chan auf Kreuzfahrt
20.09.1978 + F2.09 Charlie Chan auf dem Schatzsucherschiff
04.10.1978 + F2.10 Charlie Chan in Rio
18.10.1978 + F2.11 Das Schloss in der Wüste

01.11.1978 + F3.07 Charlie Chan in Mexiko
15.11.1978 + F3.08 Ein fast perfektes Alibi
29.11.1978 + F3.09 Schatten über Chinatown
13.12.1978 + F3.10 Gefährliches Geld
27.12.1978 + F3.11 Die Falle

Diese Reihenfolge wurde weitgehend auf Sat1 und Pro7 (1990) eingehalten, wo es allerdings ab dem Schloss durcheinanderging.
Vor 40 Jahren gesehen. Seither immer wieder gerne. Egal, in welcher Abfolge.

40 Jahre Charlie Chan im TV

Ab 11. Januar 1978 begann mit »Der Tod ist ein schwarzes Kamel« zum ersten Mal die Ausstrahlung der Charlie Chan Filmreihe im deutschen Fernsehen. Der »Bayerische Rundfunk« hatte 26 Filme synchronisieren lassen und präsentierte sie im Abstand von 14 Tagen.

Es war dies allerdings nicht der erste (Nachkriegs-)Auftritt von Charlie in Deutschland. Im Kino war er wohl nicht zu sehen, aber die ARD hatte bereits den Chan-TV-Film von 1971 ausgestrahlt. Am 24. März 1974 lief »Ein wohlgehütetes Geheimnis« (Happiness Is a Warm Clue) und kam damit der Erst-Ausstrahlung in den USA (1979) weit zuvor.

Vom BR aus machte sich Charlie auf den Weg durch die Republik. Alle Dritten Programme wiederholten die Filme, zum Teil sogar mehrfach. Das der Detektiv aus Honolulu sehr beliebt war, zeigt sich auch in den Buchveröffentlichungen. Erstmals wurden alle 6 Romane nach dem Krieg wieder aufgelegt, einige in neuer Übersetzung.

Seit damals hat Charlie Chan auch hierzulande Fans. Waren das noch Zeiten, mit nur drei TV-Programmen und ohne Internet …