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Hörspiel 5: Charlie Chan macht weiter

Mord in einem Londoner Hotel. Das Mitglied einer Reisegruppe wurde erdrosselt.
Die Polizei lässt die Weltreisenden jedoch weiterziehen, denn der Inspektor hat ein As im Ärmel: Die Reise führt immer weiter nach Osten, und die letzte Etappe beginnt auf Hawaii, wo Charlie Chan helfen kann, das Rätsel zu lösen.

Seit 19. Juni bereits online erhältlich, wird seit einer Woche auch die CD des Hörspiels “Charlie Chan macht weiter” von Allscore ausgeliefert (Dauer ca 68 min.).
Wie üblich ist die Produktion geschickt darin, Charlie Chan schon recht früh dabei zu haben, obwohl er in der Buchvorlage erst zur Hälfte auftaucht.
Die Handlung kommt trotz Mordfällen in London, Nizza und San Remo angenehm schnell voran, so dass die Weltreisenden bald Honolulu erreichen, wo der Detektiv zusteigt.

Nach dem Tod des bisherigen Chan-Sprechers mit der Widmung “In liebevoller Erinnerung an Helmut Krauss.”
Sprecher sind u.a. Bodo Wolf (als Charlie Chan), Stefan Gossler, Marie-Isabel Walke, Jörg Hengstler, Arne Stephan, Dagmar Dreke.
Sehr schön auch die (zu unrecht gut versteckte) Ankündigung von Teil 6 der Serie, “Hüter der Schlüssel“, der im November erscheinen soll.

Zweiter Anlauf für »Charlie Chan macht weiter«

Das Hörspiel zu Earl Derr Biggers fünftem Charlie Chan Roman soll nun am 24. April 2020 veröffentlicht werden:
Auf einer Weltreise wird ein Reisender in London ermordet. Scotland Yard muss die Reisegruppe weiter ziehen lassen. Es wird spannend sein, herauszufinden, wie die Autoren es schaffen werden, den Hörer, der auf Charlies Auftritt wartet, bis Hawaii bei der Stange zu halten. Denn erst auf der letzten Etappe der Reise steigt der chinesisch-hawaiianische Detektiv zu.

Nach dem Tod von Helmut Krauss Mitte des Jahres 2019 hat Allscore mit Bodo Wolf einen bewährten Sprecher für Charlie Chan gefunden. Wolf hat schon bei einigen der dort entstandenen Krimiserien wie »Sherlock Holmes« und »Inspektor Lestrade« mitgewirkt. Außerdem hat er für Kino und TV schon viel gearbeitet, u.a. in diversen Wallander-Verfilmungen, als Stimme von Robin Williams ab 2005, als »Monk« (Tony Shalhoub), Odo in »Deep Space Nine« usw.

Die Charlie Chan Fans dürfen sich also auch nächstes Jahr wieder an Neuem erfreuen.

Jetzt geht das Streamen richtig los!

Alle 12 klassischen Charlie Chan Filme, die in den letzten Monaten als DVD bei uns herausgekommen sind, bekommt man nun bei Google: Alle Pidaxe als Stream. Nach Amazon & Maxdome der dritte Player …

Neben zehn Fox-Chans sind bekanntlich auch zwei Warner-Chans darunter, die separat nochmal beworben werden: Charlie Chan in Mexiko und Schatten über Chinatown als Stream.
Um die vor einiger Zeit veröffentlichte Liste der GamesPowerWorld-Links zu vervollständigen, hier alles zur sechsten Pidax-DVD mit den Warner Chans: News, Produkt, Galerie.

Auch den dreizehnten Chan, mit dem Pidax vor bald zwei Jahren gestartet ist, gibt es als Google-Stream: Ein wohlgehütetes Geheimnis (1971).

Der Film hat nichts zu tun mit »Charlie Chans Geheimnis« (1936), der vor fünf Jahren bei Kochmedia auf DVD erschien. Erstaunlicherweise kursiert ein DVD-Cover mit »Warner Oland ist Charlie Chan: Das Geheimnis« (oder hier). Ein Kuriosum mit noch zu lüftendem Geheimnis …

Für Ohr und Auge: Charlie Chan Streams, Hörspiel und Comic

Amazon und Maxdome streamen seit einigen Tagen Charlie Chan Filme, die Hörspiel CD »Charlie Chan macht weiter« ist hoffentlich nur aufgeschoben und Alfred Andriolas Comics gibts in der Neuauflage. Multimedial viel los in diesen Tagen!

Endlich streamt auch Deutschland: Sowohl bei Amazon als auch bei Maxdome gibt es jeweils vier späte Charlie Chan Filme: F3.08 »Ein fast perfektes Alibi«, F3.10 »Gefährliches Geld« sowie F3.11 »Die Falle« laufen bei beiden Diensten. Dazu kommen F3.05 »Die blutige Spur« auf Maxdome und F4.01 »Der chinesische Ring« auf Amazon.de (auf amazon.com laufen weitere auf englisch).

Das Hörspiel »Charlie Chan macht weiter« war bereits für Mitte Mai angekündigt. Bedauerlicherweise ist Hauptsprecher Helmut Krauss Ende August verstorben. Beim Herausgeber Allscore überlegt man nun, ob und wie man die Reihe fortsetzen könnte. Daumen halten, auf dass die letzten beiden Romane noch als Hörspiel produziert werden.

Seit Januar ungeduldig erwartet wird Band 13 der »Library of American Comics«, denn dieser ist den Charlie Chan Comics 1938/39 von Alfred Andriola gewidmet: »LOAC Essentials Volume 13: Charlie Chan« – Seit 3. September ist das (englischsprachige) Hardcover im Strips-Format mit 344 Seiten erhältlich.

Andriola war Angestellter von Milton Caniff (Terry and the Pirates) und zeichnete die Serie von Herbst 1938 bis Frühjahr 1942. Die »World Encyclopedia of Comics« zählt diesen Chan-Comic zu den besten der Caniff-Schule und wurde in Abgrenzung zu den brutaleren »Kollegen« beworben mit »Ein Krimicomic, frei von Waffen und Gangstern«, obwohl es genug Action gibt.

Im Mondlicht

Wer kennt sie nicht, die Filme »Charlie Chan fliegt zum Mond«, »Charlie Chans Mondlandung« und »Charlie Chans kleine Mordfahrt«?
Da es die alle nicht gibt, erweist es sich als ganz schön schwer, zum fünfzigsten der Mondlandung etwas zu finden, das mit Charlie Chan zu tun hat. Das Einzige, was mir einfällt, ist für Romantiker:

Die folgende Szene spielt zum Abschluss von »Charlie Chans größter Fall« aka »Charlie Chans Meistertrick« (Charlie Chans Greatest Case, USA, 1933).
Die ganze Chan-Familie rollt im neuen Ford über eine Küstenstraße auf Hawaii. Da sehen sie die Schatten des auch für diesen Film unvermeidlichen Pärchens, John und Carlotta, sich umarmen.

Mrs. Chan seufzt. »Zwei Liebende im Mondlicht werfen nur einen Schatten.«
Charlie sieht sie an, dann all seine Kinder auf dem Rücksitz, und sagt: »Ja. Ein Schatten jetzt – viele Schatten später«.

THE END

Mephisto im großen Opernhaus

Wann kam »Charlie Chan in der Oper« wo ins Kino?
Charlie Chan war bereits ein eingeführter Name und Publikumsmagnet, als »Charlie Chan in der Oper« in den 1930ern in Europas Kinos kam. Nach der Premiere im Dezember 1936 war der Film ab 8. Januar 1937 in US-Kinos und schon ab 14. in London und später GB zu sehen.
Die Kinowerbung in damaligen Tageszeitungen zeigt, das bis Ende des Jahres die Verleiher wohl jeden Winkel Europas erreicht hatten, aber aufgrund der Beliebtheit zirkulierten die Kopien bis in die 1940er.

Suure ooperi saladus

Estnisches Nachrichtenblatt mit Kinowerbung

Mit dem Titel wurde teilweise etwas frei umgegangen, so lief der Film in Italien als »Der verschwundene Dolch« (Il pugnale scomparso). Im Bereich der ehemaligen KuK etablierte sich größtenteils »Mephisto in der Oper«.
Ungarn war eines der frühesten europäischen Länder und startete im März (Mefiszto az Operában / Charlie Chan az operában), dicht gefolgt von Schweden (Charlie Chan på Operan) und Portugal (Charlie Chan na Ópera).

Dänemark war Ende April dran (Charlie Chan i operaen), im Mai ging es in schneller Folge nach Finnland (Charlie Chan oopperassa), und Tschechoslowakei (Charlie Chan v opere) wo auch eine deutsch untertitelte Version (Charlie Chan in der Oper) gezeigt wurde, so etwa am 8.5.1937 in Brünn/Brno. Dasselbe in Rumänien (Mephisto în opera), wo die Premiere in Hermannstadt/Sibiu am 12. Mai gefeiert wurde.
Estland folgte im Juni mit »Suure ooperi saladus«, was sich mit »Das Geheimnis der großen Oper« übersetzen lässt, siehe Bild des Tallinner Nachrichtenblattes »Postimees« vom 7. Juni 1937, das die Kinowerbung direkt unter dem Titel bringt.

Warner Oland / Charlie Chan in der Oper

Illustrierte Wochenpost aus Österreich

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In Österreich stieg man zur Uraufführung am 29. Juli groß ein mit der Werbung. Die »Illustrierte Wochenpost« brachte am 30.7. Foto und Text zu Oland und darunter noch eine Filmbesprechung zu »Charlie Chan in der Oper«, siehe Bild.

Das Wiener »Sporttagblatt« nannte am 27.7. den Titel »Mord aus Eifersucht«, obwohl »Das Kino-Journal« bereits in der Ausgabe vom 29. Mai mit »Mord im Opernhaus« geworben hatte, was als offizieller Filmtitel für Österreich gilt.
Allerdings wurde auch so mancher Film vor Kinostart mehrmals umbenannt, so dass man erst nach Ansicht des Films definitiv sicher sein konnte 😉

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Charlie Chan in der Oper Luxemburg

Kinowerbung aus Luxemburg

Die französische Fassung (Charlie Chan à l’opéra) ging offenbar erst ab August an den Start. Die Erstaufführung in Luxemburg kam wenig später. Die Werbung überschlug sich naturgemäß immer. Ein schönes Beispiel dafür ist das Bild aus dem Escher »Tageblatt« vom 12. August 1937: »Unheimliche Begebenheiten … Charlie Chan, der berühmte chinesische Detektiv wird zum Retter in der Not … Einzigartig! Gewaltig! Nervenpeitschend!«
Erste Spuren in der Schweiz finden sich ab September im französischen Teil (Lausanne).

Slowenien kam im September in den Genuss (Mefisto v operi). Vermutlich zirkulierten auch dort deutsche Untertitel, die früheste in Marburg an der Drau/Maribor als »Mephisto in der Oper« ist allerdings erst am 22.3.1938 im Burg-Tonkino nachweisbar. Kroatien folgte im Oktober 1937 (Mefisto u operi).
Der Start der italienischen Fassung (Il pugnale scomparso) ist unklar. Sie lässt sich jedenfalls in Südtiroler Kinos als »Der verschwundene Dolch« ab November des Jahres finden. In der Folgezeit auch in der italienischsprachigen Schweiz, z.B. Locarno 1938. Der deutschsprachige Teil war sicherlich nicht außen vor, der früheste Nachweis liegt aktuell aber erst für 1942 (Zürich) vor.

Wenn das so schnell ging, dürfte die Serie schon eine gewisse Popularität gehabt haben, nicht wahr? Zu etlichen Ländern liegen mir leider noch gar keine Informationen vor. In Deutschland und Spanien folgten Aufführungen erst Jahrzehnte später. Die Zeit enthüllt und verdeckt alles …

Charlie Chan in Chinatown und Mexiko

Es geht weiter! Pidax Film macht das Dutzend komplett und hat nun alle hierzulande noch nicht als DVD veröffentlichten Chan-Filme mit vorliegender Synchronfassung im Angebot.
Sowohl »Charlie Chan in Mexiko« (The Red Dragon, 1945) als auch »Schatten über Chinatown« (Shadows over Chinatown, 1946) wurden seit Jahrzehnten nicht im deutschen Fernsehen gezeigt.

In »Mexiko« ist Benson Fong als »Tommy Chan« dabei. Mit insgesamt 6 Auftritten spielte er bei Monogram am häufigsten den Sohnemann an der Seite von »Charlie Chan« Sidney Toler. Er verließ die Serie 1946 und eröffnete ein Restaurant, um der Familie ein geregeltes Einkommen zu bieten. Kleine Rollen nahm er weiterhin an, z.B. im ersten Herbie-Film »Ein toller Käfer« von 1968.

Die ersten 5 der bei Monogram entstandenen Chans brachte Chandler/Alive 2013/14 auf DVD. Wer die Reihe verfolgt hat, sieht in den Filmen der neuen DVD bekannte Gesichter in den Hauptrollen:
Außer Benson Fong, wie schon in »Ein fast perfektes Alibi« (2013) und »Die blutige Spur« (2014), ist in »Chinatown« Sen Yung in seiner von Fox gewohnten Rolle als »Jimmy Chan« zu sehen.

Daneben gibt in »Chinatown« Komiker-Star Mantan Moreland den Chauffeur »Birmingham Brown«, genau wie in »Ein fast perfektes Alibi«, »Die Falle« (beide 2013), »Die blutige Spur« und »Der chinesische Ring« (beide 2014). Er war bei 15 der 17 produzierten Monogram-Chans dabei, nur zweimal musste er sich von Willie Best vertreten lassen. Dieser spielte »Chattanooga Brown« sowohl in »Mexiko« als auch in »Gefährliches Geld« (2013).

Die Doppel-DVD gibt es ab 26. Juli. Ist das cool? Vorbestellen und genießen!