Fangen wir heute nachmittag an: MGM macht um 15:10 Uhr gute Laune mit „Eins, zwei, drei“ (Wh. 2. April).
Weiter geht es erst am nächsten Samstag, 22.3., auf RTL Nitro. Um 9:00 Uhr früh ermittelt Columbo bei einem „Mord in Pastell“ (Wh Sonntag früh), mit dabei ist Ross Martin, der damals zur selben Zeit als Charlie Chan für „Ein wohlgehütetes Geheimnis“ vor der Kamera stand.
Am Sonntag mittag geht es auf TNT weiter mit „Casablanca“ und anschließend „Die Spur des Falken“.
Frühstück mit demselben Sender am 28.3. vorprogrammieren, denn um 6:00 Uhr gibt es „Arsen und Spitzenhäubchen„. Am selben Abend wird MGM zur besten Sendezeit „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“ wiederholen.
Ab 2.4. sind die „Ladykillers“ wieder unterwegs, zunächst im Ersten, anschließend auf Reise durch die Dritten.
Archiv des Autors: mhoefler
Chan Collection II im Mai
Supergute Nachrichten! Es geht weiter! Kochmedia bringt ab 22. Mai die zweite DVD-Box, wieder mit 4 Filmen, diesmal allesamt synchronisiert:

- Charlie Chans Geheimnis
- Charlie Chan im Zirkus
- Charlie Chan beim Pferderennen
- Charlie Chan in der Oper
Featurettes und Bildergalerien werden offenbar komplett von den Original-Fox-Scheiben mitgezogen.
Merkwürdig ist allenfalls, dass „Charlie Chan in Shanghai“, der zwischen erster Box und „Charlie Chans Geheimnis“ gedreht wurde, ausgelassen wird. Na, gut, er kommt ja bestimmt noch mit der dritten Box 😉 Außerdem ist die Reihenfolge nicht gar so wichtig.
Obwohl die Wartezeit lang war, ist die Box hochwillkommen!
Danke, sehr vielmals, Kochmedia.
Notizen rund um Charlies Welt
Beim Anfang 1931 entstandenen „Charlie Chan macht weiter“ (CHARLIE CHAN CARRIES ON, 1.01) gestaltete Regisseur Hamilton MacFadden die Rolle von Charlie zusammen mit dem Drehbuchschreiber.
Sie setzten sehr auf seine Sprüche, damals „Chanagrams“ genannt, was Chan-Erfinder Earl derr Biggers, trotz des ansonsten wohlwollend aufgenommenen Streifens, wenig gefiel. Das Publikum liebte es und Charlies Markenzeichen war gefunden.
In „Charlie Chan auf der Schatzinsel“ (CHARLIE CHAN AT TREASURE ISLAND, 2.03), im Frühjahr 1939 entstanden, spielt Sally Blane eine kleine Rolle.
Sie hieß eigentlich Elizabeth Jane Young und mußte unter Künstlernamen arbeiten, wegen der bekannten Schauspielerin Loretta Young, ihrer älteren Schwester.
Sally Blane hatte 1935 Norman Foster geheiratet. Der war nicht nur Regisseur von „Charlie Chan auf der Schatzinsel“ sondern auch anderen Chan- und insbesondere Mr.Moto-Filmen.
Der letzte Film der klassischen Chan-Reihe, „Der Himmelsdrache“ (THE SKY DRAGON, 4.06), wurde im Dezember 1948 gedreht. Die Dreharbeiten verliefen wie üblich routiniert rasant und das Gelände von „Monogram“, dessen Tage gezählt waren, weitgehend verwaist.
Als Jon Tuska den Regisseur Lesley Selander für sein Buch interviewte (»In Manors and Alleys«, Greenwood Press, 1988) konnte der sich konsequenterweise nicht erinnern den Streifen überhaupt gemacht zu haben.
Allerlei zu »Charlie Chan im Zirkus«
Originaltitel: »CHARLIE CHAN AT THE CIRCUS«
Laufzeit: 72 Minuten
Produktionszeitraum: 6.1.1936 bis Februar
Copyright: 20th Century/Fox Film Corporation, 27.3.1936
Premiere: 27.3.1936
Charlies beste Sprüche:
- Größe der Verpackung sagt nichts über Qualität von Inhalt.
- Neugier ist schuld, das Katze neun Leben braucht.
- Erschreckter Vogel ist sehr schwer zu fangen.
- Schwierigkeiten regnen immer auf nassen Mann.
Es spielen:
Warner Oland [Charlie Chan]
Keye Luke [Lee Chan]
George Brasno [Tim]
Olive Brasno [Tiny]
Francis Ford [John Gaines]
Maxine Reiner [Marie Norman]
John McGuire [Hal Blake]
Shirley Deane [Louise Norman]
Paul Stanton [Joe Kinney]
J. Carrol Naish [Tom Holt]
Boothe Howard [Dan Farrell]
Drue Leyton [Nellie Farrell]
Wade Boteler [Lieutenant Macy]
Shia Jung [Su Toy]
Plotlöcher und Ungereimtheiten
- Als Charlie vor dem verschlossenen Zirkuswagen steht, kommt er auf die Idee Tim über die Dachluke zu schicken. Nur wieso muss er ihm erklären, wie er von da aus in den Wagen steigen kann, wo dier doch – wie wir später erfahren – kurz vorher bereits auf diese Weise eingestiegen war und an der Lampe hinunter rutschte.
- Wenn es nicht der Gorilla war, wie hat der Mörder dem ach so unbeliebten Zirkusdirektor eigentlich das Genick gebrochen, draußen am Wagen stehend durch das Fenster greifend?
- Der Gorilla springt Charlie an, kann aber rasch abgelenkt werden und wird von einem einzigen Mann in Schach gehalten. Angesichts der Kraft die solche Tiere auch in Gefangenschaft entwickeln erscheint das sehr unrealistisch.
- Nach Maries Absturz vom Trapez wünscht Charlie eine Bewachung für die Frau. Der Leutnant sagt, er kümmere sich darum. Allerdings bleibt er stehen und zeigt wenig Regung, das ändern zu wollen.
Charlie Chan im Zirkus – Die Kritiken
Charlie Chan auf Urlaubsreise mit der ganzen Familie und die Kinder laufen im Zirkuszelt der Größe nach sortiert am Ticketabreißer vorbei. Der Älteste, natürlich Lee (Keye Luke), hat die Rasselbane im Griff, ruft sie zusammen und tatsächlich kommen alle angewetzt. Wer ergreift sofort Partei für den Zirkus und drängt Charlie dazu bei der Polizei zu intervenieren? Natürlich die Kinder!
Dazu Tim und Tiny (George und Olive Brasno), die als Co-Stars beim Publikum Sympathiepunkte für den Zirkus sammeln, sind in allen wichtigen Szenen dabei. Die Kleinen sind eindeutig die Größten in „Charlie Chan im Zirkus“!
Dazu mit San Toy (Shia Jung) eine Liebelei für Lee und ein Gorilla als mutmaßlicher Mörder, keine 3 Jahre nachdem „King Kong“ über die Leinwand tobte.
Wunderbare Unterhaltung, die im Winterlager des „Al G. Barnes“ Zirkus gedreht wurde. Und das ist nicht alles …
Die Kritik findet das Schauspiel in Ordnung:
»Variety«, vom 18. März 1936, findet Chans Brut für einige Lacher gut und die Brasnos kämen dem Film zugute.
»Paimanns Filmlisten«, vom 2. Oktober 1936, hatte etwas Mühe, findet die Darstellung zumindest „Anständig“, die Regie sogar flott.
»Leonard Maltins Movie Guide« (Plume, 2005) muss sich kurz fassen und findet das Wort „gefällig“.
Durch den Westen zu den Sternen
Voll Schwarz/Weiß geht es los in den Weltraum.
EinsPlus schickt bis Ende Februar praktisch täglich „Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Kino“ in den Äther. Zusammengeschnitten, ja, aber besser als schlechte SF 🙂
MGM beendet den Februar Freitag Mittag mit „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“ (der Film nudelt momentan offenbar auf Endlosschleife).
Samstag Nacht, 1. März, reiten „Die glorreichen Sieben“ im Ersten. Im BR3 wird zeitgleich „Die Caine war ihr Schicksal“ auslaufen.
Mit „Die Mumie“ bringt 3Sat Mitte März ein Schmankerl (16.3. / 22:30).
Charlie Chan im Zirkus (worum gehts?)
(CHARLIE CHAN AT THE CIRCUS, USA, 1936, 20th Century/Fox Film Corporation)
Familie Chan auf Urlaubsreise besucht einen Zirkus. Doch der Gorilla ist los und der Zirkus-Miteigentümer stirbt an Genickbruch – sollte man meinen. Charlies Familie möchte den Zirkusleuten helfen und so reisen Lee und sein Vater mit zum nächsten Auftritt. Und der Mörder schlägt wieder zu …
Charlies Familie hat Freikarten für den Zirkus erhalten. Joseph Kinney, 50%-Eigner, hat ihnen die Karten verehrt, weil er Charlies Rat bezüglich einiger Drohbriefe sucht. Der Detektiv hat seiner Frau versprochen, das nichts den Urlaub unterbrechen wird, aber er erklärt sich zu einem kurzen Treffen bereit, während die Vorstellung läuft.
Kinney tut derweil alles um sich bei allen Zirkusleuten unbeliebt zu machen. Das ganze endet in einer Schlägerei in der Mitbesitzer Gaines zu Boden geht. Der Gorilla-Dompteur verliert dabei den Schlüssel zum Affenkäfig – eine Hand greift zu, ehe jemand etwas bemerkt.
Als Charlie pünktlich am Bürowagen ankommt, findet er diesen verschlossen vor, obwohl durch die obere Luke Licht zu sehen ist. Gaines und einige Zirkusleute kommen vorbei. Der Kleinste von ihnen wird hochgehoben, um von oben einzusteigen und den von innen verriegelten Wagen zu öffnen.
Sie finden Kinney mit gebrochenem Genick am Boden liegend. Charlie stellt fest, dass die Drohbriefe, die ihm der Mann vorher gezeigt hatte, nicht mehr in der Innentasche des Jacketts stecken.
In der Zwischenzeit stellen die Dompteure fest, dass der Gorilla aus dem Käfig geflohen ist, und suchen das Gelände ab. Lee ist dem Tier schon begegnet und warnt seinen Vater, doch der lässt sich nicht beunruhigen. Statt dessen untersucht er Haare am Fenster des Zirkuswagens, die nicht von einem Menschen stammen. Als sie draußen Affenspuren entdecken wird Charlie von dem Gorilla angesprungen, doch die Dompteure kommen gerade rechtzeitig um das Tier zu beruhigen.
Die Polizei trifft ein und Charlie verabschiedet sich. Noch in der Nacht ist die Chan-Familie am Packen, denn anderntags soll ihre Urlaubsreise zum Grand Canyon führen. Eine junge Dame vom Zirkus, mit der die ganze Familie schon vor der Vorstellung Freundschaft geschlossen hat, erscheint im Hotel.
Da die Polizei Gaines und viele Leute verhaftet hat kann der Zirkus nicht weiter reisen. Der endgültige Bankrott droht. Sie hoffen auf Charlies Hilfe. Sofort stimmen die Kinder dafür und auch die Frau des Detektivs, als oberste Richterin, gibt ihr Einverständnis. So findet sich Charlie wenig später auf dem Polizeirevier und bringt den Leutnant auf die Idee, das sich der Schuldige am ehesten dort verrät, wo er sich am sichersten fühlt: Im Zirkus, bei der täglichen Routinearbeit.
Die Polizei lässt vorerst alle frei und der Zirkus reist weiter zur nächsten Station. Charlie und Lee sind dabei, leider auch der Mörder …