Archiv des Autors: mhoefler

Charlie Chan in der Oper

Charlie Chan in the Opera - DVD(CHARLIE CHAN AT THE OPERA, USA, 1937, 20th Century/Fox Film Corporation)

Eifersuchtsdrama um eine Operndiva. Dazu ein geheimnisvoller Unbekannter, der sein Gedächtnis verloren hat und sich allmählich erinnert, dass man ihn umbringen wollte. Charlie Chan und Sohn Lee haben hinter der Bühne alle Hände voll zu tun …

Während eines Gewittersturmes bringt der Wärter einem Anstaltsinsassen ohne Gedächtnis wie jeden Abend die Zeitung. Alles was man über Mister X weiß ist, das er unablässig Klavier spielt und dazu Opernarien schmettert. Ein Zeitungsartikel über die San Marco Oper die in der Stadt gastiert erweckt seine Aufmerksamkeit und er scheint sich zu erinnern. Der Wärter versucht ihn zu beruhigen, aber Mister X überwältigt ihn und flieht.
Los Angeles ist deswegen in Aufruhr und die Polizei unter Druck. Inspektor Regan hält seinen Leuten eine Strafpredigt, den Entflohenen endlich zu finden. Danach empfängt er Charlie Chan, der direkt vom Pferderennen kommt und am Abend mit dem Schiff nach Honolulu aufbricht.
Charlie wird die von Mister X zerrissene Zeitung gezeigt und dieser findet sogleich einen wichtigen Hinweise, wonach der Entflohene offenbar die abgebildete Lili Rochelle kennt.
Die Diva wünscht genau in diesem Moment ein Gespräch mit dem Inspektor, beteuert jedoch den Entflohenen, von dem kein Foto, sondern lediglich Beschreibungen existieren, nicht zu kennen.
Sie erhielt einen Blumenstrauß zusammen mit einer Drohung. Der Bariton Barelli begleitet sie und scheint der anderweitig verheirateten Dame auch sonst näher zu stehen.
Der Inspektor beschließt die Oper überwachen zu lassen und die Diva lädt auch Charlie ein, der Premiere beizuwohnen.
Charlie Chan in der Oper - dt TitelCharlie geht zum Blumenladen, den er durch die Karte leicht ausfindig machen kann. Dort weiß man aber lediglich von einem Strauß an Anita Barelli, die Frau des Baritons.
Lee Chan hat inzwischen die Koffer gepackt und alle anderen Formalitäten erledigt, so dass sein Vater gar nicht anders kann, als ihn mit in die Oper zu lassen. Allerdings mit dem Auftrag heimliche Nachforschungen anzustellen.
Am Abend ist die Oper voll besetzt während hinter der Bühne eifrig gestritten wird. Sergeant Kelly, nicht eben begeistert, dass Charlie in der Sache involviert ist, versucht ein junges Pärchen abzuwimmeln, das darauf besteht, mit Lili Rochelle zu sprechen. Anita Barelli beschimpft den Mann am Bühneneingang der Lüge, als dieser meint, ihr Mann sei am Tag allein unterwegs gewesen.
Da hallt ein Schrei durch die Gänge. Polizei und Schauspieler eilen herbei. Die Garderobiere hat einen Eindringling überrascht, der sich zwischen den Kostümen versteckt hatte …

Klassiker von gestern und vorgestern

Arsen und Spitzenhäubchen - DVDFangen wir heute nachmittag an: MGM macht um 15:10 Uhr gute Laune mit „Eins, zwei, drei“ (Wh. 2. April).
Weiter geht es erst am nächsten Samstag, 22.3., auf RTL Nitro. Um 9:00 Uhr früh ermittelt Columbo bei einem „Mord in Pastell“ (Wh Sonntag früh), mit dabei ist Ross Martin, der damals zur selben Zeit als Charlie Chan für „Ein wohlgehütetes Geheimnis“ vor der Kamera stand.
Am Sonntag mittag geht es auf TNT weiter mit „Casablanca“ und anschließend „Die Spur des Falken“.
Frühstück mit demselben Sender am 28.3. vorprogrammieren, denn um 6:00 Uhr gibt es „Arsen und Spitzenhäubchen„. Am selben Abend wird MGM zur besten Sendezeit „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“ wiederholen.
Ab 2.4. sind die „Ladykillers“ wieder unterwegs, zunächst im Ersten, anschließend auf Reise durch die Dritten.

Chan Collection II im Mai

Supergute Nachrichten! Es geht weiter! Kochmedia bringt ab  22. Mai die zweite DVD-Box, wieder mit 4 Filmen, diesmal allesamt synchronisiert:

Charlie Chans Geheimnis - Filmkurier

Featurettes und Bildergalerien werden offenbar komplett von den Original-Fox-Scheiben mitgezogen.

Merkwürdig ist allenfalls, dass „Charlie Chan in Shanghai“, der zwischen erster Box und „Charlie Chans Geheimnis“ gedreht wurde, ausgelassen wird. Na, gut, er kommt ja bestimmt noch mit der dritten Box 😉 Außerdem ist die Reihenfolge nicht gar so wichtig.

Obwohl die Wartezeit lang war, ist die Box hochwillkommen!
Danke, sehr vielmals, Kochmedia.

 

Notizen rund um Charlies Welt

Beim Anfang 1931 entstandenen „Charlie Chan macht weiter“ (CHARLIE CHAN CARRIES ON, 1.01) gestaltete Regisseur Hamilton MacFadden die Rolle von Charlie zusammen mit dem Drehbuchschreiber.
Sie setzten sehr auf seine Sprüche, damals „Chanagrams“ genannt, was Chan-Erfinder Earl derr Biggers, trotz des ansonsten wohlwollend aufgenommenen Streifens, wenig gefiel. Das Publikum liebte es und Charlies Markenzeichen war gefunden.

Charlie Chan at Treasure Island - DVDIn „Charlie Chan auf der Schatzinsel“ (CHARLIE CHAN AT TREASURE ISLAND, 2.03), im Frühjahr 1939 entstanden, spielt Sally Blane eine kleine Rolle.
Sie hieß eigentlich Elizabeth Jane Young und mußte unter Künstlernamen arbeiten, wegen der bekannten Schauspielerin Loretta Young, ihrer älteren Schwester.
Sally Blane hatte 1935 Norman Foster geheiratet. Der war nicht nur Regisseur von „Charlie Chan auf der Schatzinsel“ sondern auch anderen Chan- und insbesondere Mr.Moto-Filmen.

Der letzte Film der klassischen Chan-Reihe, „Der Himmelsdrache“ (THE SKY DRAGON, 4.06), wurde im Dezember 1948 gedreht. Die Dreharbeiten verliefen wie üblich routiniert rasant und das Gelände von „Monogram“, dessen Tage gezählt waren, weitgehend verwaist.
Als Jon Tuska den Regisseur Lesley Selander für sein Buch interviewte (»In Manors and Alleys«, Greenwood Press, 1988) konnte der sich konsequenterweise nicht erinnern den Streifen überhaupt gemacht zu haben.

Allerlei zu »Charlie Chan im Zirkus«

Charlie Chan at the Circus - titleOriginaltitel: »CHARLIE CHAN AT THE CIRCUS«
Laufzeit: 72 Minuten

Produktionszeitraum: 6.1.1936 bis Februar
Copyright: 20th Century/Fox Film Corporation, 27.3.1936
Premiere: 27.3.1936

Charlies beste Sprüche:

  • Größe der Verpackung sagt nichts über Qualität von Inhalt.
  • Neugier ist schuld, das Katze neun Leben braucht.
  • Erschreckter Vogel ist sehr schwer zu fangen.
  • Schwierigkeiten regnen immer auf nassen Mann.

Charlie Chan at the Circus - Poster 1Es spielen:

Warner Oland [Charlie Chan]
Keye Luke [Lee Chan]
George Brasno [Tim]
Olive Brasno [Tiny]
Francis Ford [John Gaines]
Maxine Reiner [Marie Norman]
John McGuire [Hal Blake]
Shirley Deane [Louise Norman]
Paul Stanton [Joe Kinney]
J. Carrol Naish [Tom Holt]
Boothe Howard [Dan Farrell]
Drue Leyton [Nellie Farrell]
Wade Boteler [Lieutenant Macy]
Shia Jung [Su Toy]

Plotlöcher und Ungereimtheiten

  • Als Charlie vor dem verschlossenen Zirkuswagen steht, kommt er auf die Idee Tim über die Dachluke zu schicken. Nur wieso muss er ihm erklären, wie er von da aus in den Wagen steigen kann, wo dier doch – wie wir später erfahren – kurz vorher bereits auf diese Weise eingestiegen war und an der Lampe hinunter rutschte.
  • Wenn es nicht der Gorilla war, wie hat der Mörder dem ach so unbeliebten Zirkusdirektor eigentlich das Genick gebrochen, draußen am Wagen stehend durch das Fenster greifend?
  • Der Gorilla springt Charlie an, kann aber rasch abgelenkt werden und wird von einem einzigen Mann in Schach gehalten. Angesichts der Kraft die solche Tiere auch in Gefangenschaft entwickeln erscheint das sehr unrealistisch.
  • Nach Maries Absturz vom Trapez wünscht Charlie eine Bewachung für die Frau. Der Leutnant sagt, er kümmere sich darum. Allerdings bleibt er stehen und zeigt wenig Regung, das ändern zu wollen.

Charlie Chan im Zirkus – Die Kritiken

Charlie Chan at the Circus - dvd Charlie Chan auf Urlaubsreise mit der ganzen Familie und die Kinder laufen im Zirkuszelt der Größe nach sortiert am Ticketabreißer vorbei. Der Älteste, natürlich Lee (Keye Luke), hat die Rasselbane im Griff, ruft sie zusammen und tatsächlich kommen alle angewetzt. Wer ergreift sofort Partei für den Zirkus und drängt Charlie dazu bei der Polizei zu intervenieren? Natürlich die Kinder!
Dazu Tim und Tiny (George und Olive Brasno), die als Co-Stars beim Publikum Sympathiepunkte für den Zirkus sammeln, sind in allen wichtigen Szenen dabei. Die Kleinen sind eindeutig die Größten in „Charlie Chan im Zirkus“!
Dazu mit San Toy (Shia Jung) eine Liebelei für Lee und ein Gorilla als mutmaßlicher Mörder, keine 3 Jahre nachdem „King Kong“ über die Leinwand tobte.
Wunderbare Unterhaltung, die im Winterlager des „Al G. Barnes“ Zirkus gedreht wurde. Und das ist nicht alles …

Charlie Chan at the Circus - Lobbycard 3Die Kritik findet das Schauspiel in Ordnung:

»Variety«, vom 18. März 1936, findet Chans Brut für einige Lacher gut und die Brasnos kämen dem Film zugute.
»Paimanns Filmlisten«, vom 2. Oktober 1936, hatte etwas Mühe, findet die Darstellung zumindest „Anständig“, die Regie sogar flott.
»Leonard Maltins Movie Guide« (Plume, 2005) muss sich kurz fassen und findet das Wort „gefällig“.

Durch den Westen zu den Sternen

Curse of the Dragon Queen - PosterVoll Schwarz/Weiß geht es los in den Weltraum.
EinsPlus schickt bis Ende Februar praktisch täglich „Raumpatrouille Orion – Rücksturz ins Kino“ in den Äther. Zusammengeschnitten, ja, aber besser als schlechte SF 🙂
MGM beendet den Februar Freitag Mittag mit „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“ (der Film nudelt momentan offenbar auf Endlosschleife).
Samstag Nacht, 1. März, reiten „Die glorreichen Sieben“ im Ersten. Im BR3 wird zeitgleich „Die Caine war ihr Schicksal“ auslaufen.
Mit „Die Mumie“ bringt 3Sat Mitte März ein Schmankerl (16.3. / 22:30).