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Was Altes und was Neues …

Der Jahresanfang wird heiß für schwarz/weiß Fans!
Da sind „Die zwölf Geschworenen“ (3.1. morgens auf MGM), das immergrüne „Eins, zwei, drei“ (5.1. frühmorgens auf MGM), Hitchcocks „Verdacht“ (zur selben Zeit auf SkyNostalgie) und sogar ein Klassiker wie „Rashomon“ (6. Januar, 22:05 auf Arte) nur der Anfang.

Arte zeigt nicht nur noch mehr Chaplin in den nächsten Tagen (jeweils Mittags), sondern steigt Schlag Mitternacht vom 11. auf den 12. Januar mit Fantômas ein. Diesmal nicht mit den Witzparaden von Louis de Funes, sondern den Anfängen von 1913/14 – fortgesetzt wird in der darauffolgenden Nacht:

  • SO 12.1. 00:00 Fantômas – Im Schatten der Guillotine
  • SO 12.1. 01:05 Fantômas – Juve gegen Fantômas
  • SO 12.1. 02:05 Fantômas – Der mörderische Leichnam
  • MO 13.1. 00:35 Fantômas – Fantômas gegen Fantômas
  • MO 13.1. 01:40 Fantômas – Der falsche Ermittler

Und daneben gibt es auch Charlie Chan:
MGM, 11.1. um17:00: „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin
sowie einen (harschen) Bezug zu seinen Chauffeuren, gespielt von Mantan Moreland und Willie Best, in der (vielleicht nicht gar so gelungenen) Satire „It’s Showtime“ von 2000 (TNT, 8.1. um 02:05 und 17.1. um 03:50)

Schwarz/Weiße Kurz- und Langfilme

Die tolle Woche hat schon begonnen. Frühe Charlie Chaplin Streifen diese Woche und am 30.12. jeden Nachmittag auf ARTE, außerdem Sonntag 29.12. „Moderne Zeiten“ um 20:15, anschließend „The Kid“.
TNT bringt am ersten Weihnachtsfeiertag zum Frühstück „Casablanca“, SkyNostalgie am zweiten „Verdacht“.
Der BR bringt Freitag, 27.12. um 00:30 „Das Haus der Lady Alquist“, 3Sat am selben Vormittag, 11:30, „Der Student von Prag“.
Silvester, zur besten Sendezeit auf „Das Vierte“ gibt es „Jubel, Trubel, Sensationen“ zum perfekten Jahresausklang.

Nicht nur schwarz/weiße Klassiker …

Es geht rund, heute Abend bei MGM mit „Eins, zwei, drei“ – must have für Leute die was bissiges zum Lachen brauchen.
Danach ist erst einmal Flaute. Erst am 13.12. bringt TNT „Casablanca“ zum Frühstück.
Andertags feiert EinsFestival den nachmittag mit „Dick und Doof: Hände hoch – oder nicht“.
Am Sonntag folgt auf MGM im Abendprogramm wieder einmal „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“.
Auf Rtl2 sind am 21.12. vormittags die „Gremlins – Kleine Monster“ los – mit Keye Luke in kleiner Rolle. Am selben Tag nachmittags wieder einmal mit EinsFestival „Dick und Doof: Wir sind vom schottischen Infanterie-Regiment“ – schön und gut, aber es sind dauernd dieselben 5 Filme mit den beiden Komikern, da gäbe es sehr viel mehr … wer sendet die?

Schwarz/weiß gehts weiter

Arsen und Spitzenhäubchen - DVDDie nächste Runde Klassiker läutet 3Sat am 9.11. um 16:30 mit dem gemütlichen „Das schwarze Schaf“ ein: Rühmann, Lowitz, Rasp.
Sonntag 10.11. abend zeigt MGM „Die zwölf Geschworenen“ und Montag früh schießt die ARD um 01:50 noch „Das Haus der Lady Alquist“ nach.
Weiter geht es Samstag 16.11. beim WDR mit „Sombrero“ (13:30) – Regie führte Norman Foster, der zahllose Chans und Motos machte.
1Festival bringt zeitgleich „Der Mann mit dem goldenen Arm“ (Wh andertags vormittag).
3Sat wiederholt in der Nacht zum Sonntag „Das schwarze Schaf“, parallel liefert TNT aber ein Highlight mit „Arsen und Spitzenhäubchen“ – Peter Lorre, Cary Grant und ein irres Skript.
MGM nudelt auch am 19.11. wieder „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“ durch. TNT schließlich nimmt uns am 25.11. in aller Frühe nach „Casablanca“ mit.

Charlie am TV und Schwarz/Weiß-Merkzettel

Curse of the Dragon Queen - Buch„Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“ bleibt uns auf MGM noch eine Weile erhalten, DO 31.10. und DI 19.11.

 

Am Freitag 1.11. gibt es mittags auf BR „Das Gespenst von Canterville“, Samstag abend auf MGM „Der Gefangene von Alcatraz“ und K1Classics bringt Sonntag morgens „Der Spion, der aus der Kälte kam“.

Zeitgeschichte: Das Pennsylvania Referendum

Charlie Chan Collection Teil 1Nicht in allen Gegenden herrschen die gleichen Gesetze, das ist hierzulande nicht anders wie in den USA. Mancher regionale Erlass mag heutzutage gar skurril anmuten, vieles, was heute selbstverständlich ist, wäre aber verboten, hätte man es nicht vor längerer Zeit aus den Gesetzesbüchern getilgt. So auch das sonntägliche Film-Aufführungsverbot in Pennsylvania, zu dem die Bürger 1935 befragt wurden.

Da die Filmwirtschaft ein Interesse am Kippen des Gesetzes hatte, trat ein Staraufgebot vor die Kameras und machte minutenlange Streifen, die im Vorprogramm gezeigt wurden. Das Publikum kannte seine Sternchen mit Namen – unter dem warben sie dann auch, nur bei Warner Oland war es anders. Charlie Chan war bereits so populär, dass man den Schauspieler – der im Vorspann namentlich erwähnt wird – in der Rolle vor die Kamera treten lies. Das Ganze geschah nach dem Dreh von „Charlie Chans Geheimnis“ wurde jedoch etwa zur Zeit der Aufführung des Vorgängerfilms „Charlie Chan in Shanghai“ gezeigt.

Die Nacht vor dem HenkerDer Text ist kein herausragendes Beispiel von Charlies Weisheit und auch nicht sonderlich originell. Oland steht im Anzug vor dunklem Hintergrund, verbeugt sich leicht und spricht direkt in die Kamera:

»Größte Geheimnisse sind nicht immer Verbrechen. Viel geheimnisvoller ist, was Menschheit selbst tut aus Gründen die schwer verständlich. Zum Beispiel, Eskimo isst nicht Fleisch von Robbe zu bestimmter Jahreszeit, selbst wenn hungert. Männer in Indien gehen barfuß über heiße Kohle um Frömmigkeit zu zeigen. Ureinwohner auf Südseeinsel raucht nicht in Anwesenheit von Großvater. Afrikanischer Eingeborener rammt schmerzhaft Hölzchen durch Nase für Schönheit und seine Frau liebt es ihren Hals zu strecken wie Strauß, um hübscher zu sein. Und in ehrenwertem Staat Pennsylvania, Öffentlichkeit ist nicht gestattet Filme am Sonntag zu genießen.
Alte Weisheit sagt, seltsame Gesetze sorgen für noch seltsamere Bettgenossen. Bescheidene Wenigkeit sehr erstaunt warum Mann kann Golfspielen an Sonntag und anderer Mann darf nicht sehen Charlie Chan der Verbrecher zur Strecke bringt an selbem Tag. Respektvoll empfehle, nutzen Sie Macht von Stimmzettel bei Abstimmung am fünften Tag des November zu entfernen unnötiges Hindernis für unschuldigen Zeitvertreib. Danke, sehr vielmals!«

Schwarz/Weiß im TV

Zwei aufeinander eingespielte Sender: Das WDR bringt am 12.10. um 23:30 „Schnellboote vor Bataan“, SkyNostalgie schon um 01:20 die Fortsetzung „Zwei schlagen zurück“, beide mit John Wayne.
Mitten in der Nacht geht es weiter: Das ZDF bringt Sonntag früh, 13.10., 2:40 Uhr, „Rächer der Unterwelt“ mit B. Lancaster.

Docks of New Orleans Lobbycard1Auf K1Classics läuft 15.10. um 07:30 zum Frühstück „Blaues Hawaii“ (ja, mit Elvis), mit Chan-Serie-Hauptdarsteller Nummer drei Roland Winters.
3Sat bringt uns am 18.10. um 16:10 „Die Ratten“.
ZDFneo schickt uns nächsten Samstag, 19.10. in aller Frühe um 04:35 Uhr, „Gegen alle Flaggen“.
Das rbb lässt dann um 12:00 Uhr „Das Gespenst von Canterville“ los.