Charlie Chans Söhne sind alle mehr oder weniger 20 Jahre alt. Sie stehen zwischen Schule und Studium. Das reale Leben sah etwas anders aus.
Keye Luke arbeitete hinter den Kulissen und war schon 30, als er 1934 erstmals Sohn Nummer 1, Lee Chan, neben Warner Oland (56) spielte.
Mit 33 und 8 Filmen stieg er vorerst wieder aus. Im Folgefilm wurde Lee verbal auf die Kunstakademie geschickt, was auch bei seiner Rückkehr Erwähnung fand. Das geschah mit 44 Jahren für 2 weitere Filme. Da war er fast ein halbes Jahr älter als der nominelle „Filmvater“ Roland Winters.
Sen Yung war Flammschutzvertreter, als er 1938 mit 23 als Sohn Nummer 2, Jimmy Chan, zusammen mit Sidney Toler (64) in die Serie einstieg.
Er spielte über 4 Jahre 10 mal für 20th Century Fox. Nach 4 Jahren Armee kam er als Victor Sen Young im Alter von 31 zurück zur Serie (1946). Binnen Jahresfrist spielte er 3 weitere Male neben Sidney Toler. Danach wurde er zu Tommy umbenannt und drehte über 15 Monate in 5 Filmen neben Roland Winters (43). Beim letzten Auftritt mit 33 Jahren als Victor Sen Yung.
Benson Fong verdingte sich gelegentlich beim Film um ein paar Dollar zu verdienen. Mit 20, beim ersten Chan-Auftritt, war er kein Chan-Sohn und spielte eine Nebenrolle (1936). Als er mit 27 als Sohn Nummer 3, Tommy Chan, startete (1943) hatte er einen Gemüseladen. 6 Filme machte er bis zu seinem Ausstieg Ende 1945, als er mit fast 30 ein Restaurant eröffnete. Später wird Tommy in einer Episode noch einmal erwähnt.
Es gibt noch 3 jüngere Brüder, die Kurzauftritte hatten. Größte Gemeinsamkeit: Derselbe Darsteller.
Layne Tom, Jr. war gerade 10 Jahre alt, als er Charlie Chan Jr. spielte (1937). Anderthalb Jahre später war er als Tommy Chan zu sehen. Man kann ihn als „dritten“ Sohn Nummer 3 ansehen 😉 Noch einmal 14 Monate danach stelle er mit 13 Willie Chan dar. Danach verabschiedete Layne Tom, Jr. sich langsam von Hollywood und wurde Architekt.




BENSON FONG erblickte am 10. Oktober 1916 in Sacramento das Licht der Welt. Sein Vater starb schon Anfang der 30er Jahre. Fong verließ die High School und ging für 5 Jahre zum Studieren nach China, wo er auf der Bühne stand, Tenor sang und in einer Jazz-Band spielte.
Nach seiner Rückkehr nach Sacramento eröffnete Fong mit Verwandten einen Gemüseladen, verdiente sich aber als Kleindarsteller etwas dazu, so in »

Fong spielte zwar weiterhin kleine Rollen, so etwa in »Ein toller Käfer« (The love Bug, 1968) und »Kung Fu« (1972), doch das »Ah Fong‘s« erwies sich als außerordentlich beliebt. Bis 1971 folgten weitere Restaurants und Fong verbrachte seine Freizeit lieber beim Golf oder reiste durch Asien. Bis 1985 verkleinerte sich das Unternehmen nach und nach und Fong verabschiedete sich in Rente.
m Januar 1938 schien in den Fox Studios alles seinen gewohnten Gang zu gehen. Die Produktion von »Charlie Chan am Boxring« stand an und würde im Frühsommer gutes Geld einspielen. Nebenher würde man auch Mr. Moto Filme drehen, zwei standen vor der Veröffentlichung.
an einigte sich dann doch noch: Die gedrehten Szenen sollten zu einem Mr. Moto-Film umgearbeitet werden, in dem Keye Luke als Lee Chan einen Gastauftritt hinlegte. Oland bekam ein halbes Jahr Erholungsurlaub und dann wollte man gemeinsam wieder Charlie Chan drehen. Im August war wieder alles bereit für den Dreh, doch dann starb Oland unerwartet und »Charlie Chan in Monte Carlo« blieb sein letzter Auftritt.
Der Film kam sogar noch vor »Mr. Moto und der Dschungelprinz« heraus, der bereits 1937 gedreht aber zurückgehalten worden war.