Archiv des Autors: mhoefler

Schwarz/weißer Sommer

Abkühlung gibts am „Rio Grande„, 4.8. um MItternacht auf SWR, während uns Kabel1Classic um 1:40 zum „Boulevard der Dämmerung“ führt.
MGM bringt am 12.8. abends „Eins, zwei, drei„, Sky-Nostalgie am 13.8. kurz vor Mitternacht Hitchcocks „Mord“ alias „Auslands-Korrespondent“.
MDR zeigt ähnlich spät nachts „Sherlock Holmes und das Halsband des Todes“ am 16.8.

max und hooFür alle, die Chan-Cameos sammeln …
Anixe wiederholt momentan die uralte Agenten-Parodie „Mini-Max„, bei der in 2 Episoden ein zumindest Charlie Chan nachempfundener Character auftaucht.
Er ist Asiate und versucht gelegentlich einen Spruch, was in den übrigen Albernheiten allerdings untergeht.
Die eine Episode heißt „Wer ist Wo?“, denn Harry Hoo (= who?) wurde als Harry Wo synchronisiert, die zweite ist „Ein Südseeparadies“ (Hoo done it), zu sehen am 5. August (Wh anderntags).

Allerlei zu »Charlie Chan in Panama«

Charlie Chan in Panama - Poster 4Originaltitel: »CHARLIE CHAN IN PANAMA«
Laufzeit: 67 Minuten

Produktionszeitraum: ab Anfang Oktober 1939
Copyright: 20th Century/Fox, 8.März 1940
Premiere: 1. März 1940

Charlies beste Sprüche:

  • Mann ohne Verwandtschaft ist Mann ohne Probleme.
  • Nur mit Wahrheit gewinnt man Freunde.
  • Falsches Alibi wie toter Fisch – wird mit der Zeit schlecht.
  • Zwischen Einfalt und Weisheit Grenze oft sehr schmal.

Es spielen:

Sidney Toler [Charlie Chan]
Jean Rogers [Kathi Lenesch]
Lionel Atwill [Clivedon Compton]
Mary Nash [Miss Sarah Finch]
Sen Yung [Jimmy Chan]
Kane Richmond [Richard Cabot]
Chris-Pin Martin [Lieutenant Montero]
Lionel Royce [Dr. Rudolph Grosser]
Helen Ericson [Stewardess ]
Jack La Rue [Manolo]

Der Panama-Kanal

Als der Suez-Kanal fertig war, kamen die Planungen zu einem Atlantik-Pazifik-Kanal so richtig in Gang. Die Franzosen buddelten 1881 bis 1889 und mussten mit finanziellen Problemen aufgeben.
1902 verkauften sie den USA die Bauten, die dann 1903 das Gebiet besetzten und bis 1914 weiterbauten. Krankheiten rafften zigtausende Arbeiter dahin, ein Umstand der im Theaterstück „Arsen und Spitzenhäubchen“ (1941) eine makabere Rolle spielt.
Nach einem erst in den 1970ern ausgehandelten Vertrag musste die Kanalzone bis zum Jahr 2000 an Panama zurück gegeben werden, was am Mittag des 31. Dezember 1999 geschah.

Die Kanalstrecke ist 82km lang. Die Schiffe fahren im Atlantik bei Colón in den Kanal.
Dort werden sie über eine Schleuse zum Gatunsee gehoben. Der Wasserweg führt hinüber nach Balboa (ja, genau wie ROCKY), einem Vorort von Panama-Stadt, und wichtigen Hafen.
Über die Pedro-Miguel- und die im Film genannte Miraflores-Schleuse geht es wieder hinunter auf Meereshöhe, hinaus in den Pazifik.

 

Doppelt Neues Doppel

Die blutige Spur - DVDErstmals in Deutschland veröffentlicht und das auch noch mit deutscher Synchro. Chandler hat am Freitag „Die blutige Spur“ (3.05 – The scarlet Clue) und „Der chinesische Ring“ (4.01 – The chinese Ring) veröffentlicht. Das ist mal ein spezielles Fest für Chan-Fans hierzulande, denn auf diese Filme musste man jahrzehntelang warten. Die wenigsten dürften Hauptdarsteller #3 Roland Winters als Charlie Chan jemals gesehen haben.

Da ist es beinahe egal, wie man den Sound der Sprecher denn nun findet, Klaus Höhne hat Charlies Stimme 1978 sehr geprägt und es wird sicher von mal zu mal besser werden. Wichtiger ist die Tatsache, dass mal jemand die Sache in die Hand nimmt und auf DVD presst. Dafür gibt es schon mal ein „Danke sehr, vielmals!“ extra. Und natürlich ein: Bitte mehr! Noch immer gibt es genügend Fans mit nicht so guten Englisch-Kenntnissen.

Der chinesische Ring - DVDDie Covergestaltung ist nicht ganz auf der Höhe. Beide zeigen Sidney Toler als Charlie Chan und Benson Fong als Sohnemann (Tommy Chan). Doch die sind nur in „Die blutige Spur“ dabei. In „Der chinesische Ring“ spielen Roland Winters als Charlie Chan und Victor Sen Yung (Jimmy Chan). Beide Male dabei ist Mantan Moreland als Chan-Chauffeur und Assistent.

Letztes Jahr gab es schon „Ein fast perfektes Alibi„, „Gefährliches Geld“ und „Die Falle„. Wem die Preise für die fünf Chandler/Alive-Scheiben nicht so behagen, darf sich auf Ende November freuen: Da sollen die 5 Filme als Komplettpaket für um die 30 Euro als Paket „Die große Charlie Chan Box“ zu haben sein.
Rechtzeitig vor Weihnachten. Wer da nicht endlich schwach wird … 😉

Update: Diskussionen gibts natürlich auch schon und eine Review zu „Die blutige Spur“.

Charlie Chan in Panama (worum gehts?)

August 1914 — Hundert Jahre Panama-Kanal!

Charlie Chan in Panama - OriginalTitle(CHARLIE CHAN IN PANAMA, USA, 1940, 20th Century/Fox Film Corporation)

Die amerikanische Flotte ist auf dem Weg vom Atlantik in den Pazifik. Saboteure wollen die Durchfahrt durch den Panama-Kanal verhindern. Charlie Chan ist undercover vor Ort und muss unter Zeitdruck den Chef der feindlichen Agenten enttarnen …

Zwei Polizisten pirschen sich an einen Angler heran. Gerade fährt ein Militärschiff vorüber und der harmlose Wurmbader holt aus dem Fischkorb eine Kamera mit Teleobjektiv. Doch Fotografieren ist in der Kanalzone streng verboten! Als er sich mit den Bildern davon machen will, stellen ihn die Polizisten und er springt ins Wasser. Schüsse fallen.
Dies Beobachten in einiger Entfernung die Passagiere eines Flugbootes der Trans-Panama-Airways, das gleich abheben wird, um den Kanal zu überqueren.
Manolo, Cabaret-Besitzer, und der englische Schriftsteller Compton erzählen der Chicagoer Lehrerin Mrs. Finch von Panama als der „Stadt der Spione“. Weitere Personen kommen dazu, u.a. ein Amerikaner, der sich nach der Landung sogleich auf den Weg zum Hutladen von Fu Yuen macht.
Dies ist ein Deckname, denn Besitzer des Geschäftes ist niemand anderer als Charlie Chan, der seine Regierung vor einem bevorstehenden Sabotageakt gewarnt hat. Sein Gast kann gerade noch vor der Ankunft des Meisterspions Ryner warnen, als er tot zusammen bricht.
Ein Menschenauflauf bildet sich vor dem Laden, die eintreffende Polizei findet bei dem Toten einen Diplomatenpass und verhaftet ohne viel Umschweife einfach Charlie.
Im Gefängnis ist einiges los, unter anderem vergnüngen sich einige Einsitzende beim Würfelspiel. Darunter – Charlie traut seinen Augen nicht – befindet sich auch sein Sohn Jimmy. Der verdingte sich während der Semester-Ferien als Stewart auf einem Passagierschiff. In Panama angekommen beschloss er seinen Vater zu besuchen, hatte aber die Idee unterwegs Schleusen und Kriegsschiffe zu fotografieren. Natürlich wurde er als Spion verhaftet.
Charlie Chan in Panama - DVDCharlie wird umgehend wieder herausgeholt und bespricht sich mit dem Gouverneur. Dem Toten wurde eine vergiftete Zigarette zum Verhängnis. Zugespielt wurde sie ihm an Bord des Flugbootes, so dass die Passagiere nun ins Fadenkreuz der Ermittlung rücken. Offenbar ist Meisterspion Ryner schon angekommen und der Zweck ist allen bewusst: In 18 Stunden wird die amerikanische Flotte eintreffen, um in den Pazifik zu fahren. Ein Attentat, das die Passage verhindern könnte, wird befürchtet!
Natürlich holt Charlie seinen Sohn aus dem Gefängnis und dieser ist mit Feuer und Flamme dabei, seinem Vater zu helfen. Als erstes möchte er sich das Nachbarhaus ansehen. Dort hat Achmed Halide seinen Tabakladen, als Untermieter im ersten Stock wohnt ein Spezialist für tropische Krankheiten, Dr. Grosser – beide Passagiere des Flugbootes.
Als Grosser ausgeht, verfolgt von Halide, beide hatten zuvor gestritten, stiehlt sich Jimmy in Grossers Appartement. Neben einem frei laufenden Äffchen und Spinnen in Terrarien findet er Ratten, die laut Aufschrift mit Beulenpest infiziert sind …

“Die Shanghai-Kobra” – Die Kritiken

The Shanghai Cobra - TitleDer Einstieg in den Film, wird gerne gelobt. Auch die Atmosphäre in Joes Imbiss allgemein.
Die Atmosphäre in den Kanälen unter der Stadt ist leider eher lachhaft, so wie der Einsatz von Tommy und Birmingham.

Die Kritiker sind ebenso heftig gespalten.

The Shanghai Cobra - Lobbycard 4»Variety« empfand den Film einfach nur lahm und geschwätzig. Viel Dialog solle wohl witzig sein, langweile aber jeden der älter ist als acht.
Ken Hanke (»Charlie Chan at the Movies«, McFarland & Co, 1989) sieht Monogram in Reichweite von Fox und immerhin den vielleicht besten Monogram Chan.
Charles P. Mitchell (»A Guide to Charlie Chan Films«, Greenwood, 1999) schenkt dem Film Adjektive wie solide und atmosphärisch.
»Leonard Maltins Movie Guide« (Plume, 2005) findet den Film mittelmäßig und somit Standard für die Monogram-Serie.

Allerlei zu “Die Shanghai-Kobra”

The Shanghai Cobra - Poster 2Originaltitel: »THE SHANGHAI COBRA« (dt. wörtlich übersetzt)
Laufzeit: 64 Minuten

Produktionszeitraum: Ende Mai bis Mitte Juni 1945
Copyright: Monogram Pictures Corporation, 5. August 1945

Premiere: 29. September 1945

Charlies beste Sprüche:

  • Vorfahren sagen: Auch weise Männer können das Lächeln einer Frau nicht ergründen.
  • Kann nicht Bärenfell verkaufen bevor erlegt Bär.
  • Mäuse spielen nicht so lange Katze im Haus.

Es spielen:

Sidney Toler [Charlie Chan]
Mantan Moreland [Birmingham Brown]
Benson Fong [Tommy Chan]
James Cardwell [Ned Stewart]
Joan Barclay [Paula Webb]
Addison Richards [John Adams]
Arthur Loft [Bradford Harris]
Janet Warren [Lorraine, Studio-Angestellte]
Gene Stutenroth [Mr. Morgan]
Joe Devlin [Mr. Taylor]
James Flavin [H.R. Jarvis]

Wo kann man die Schauspieler hierzulande noch sehen?

Arthur Loft spielte bereits in “Charlie Chan beim Geheimdienst” mit, dasselbe gilt für Gene Roth alias Gene Stutenroth.
Addison Richards können wir in „Charlie Chan in Panama“ sehen, aber auch in Streifen wie „Dick und Doof in geheimer Mission“, „Alarm im Pazifik“, „Ich kämpfe um dich“, „Die zehn Gebote“ und als Gaststar in Serien wie „Bonanza“ oder „Auf der Flucht“.
Janet Warren war im Vorgängerfilm “Die Jademaske” dabei, aber auch in „Abbott und Costello unter Kannibalen“ oder „Zaubernächte in Rio“.
Joe Devlin kann man in einer (leider nie synchronisierten) Chan-Nachahmerserie sehen: „The Mystery of Mr. Wong“. Daneben aber auch in „Mr. Smith geht nach Washington“, „Noch ein dünner Mann“, „Der Schatten des dünnen Mannes“, „Abbot und Costello in Hollywood“ oder „Abbott und Costello als Gangsterschreck“.
James Flavin schauspielerte sich schon durch „King Kong und die weiße Frau“ ehe er bei „Charlie Chan beim Pferderennen“, „Charlie Chan am Broadway“ oder „Charlie Chan in Honolulu“ mitmachte. Es folgten Filme wie „Orchid, der Gangsterbruder“, „Mr. X auf Abwegen“, „Der Schatten des dünnen Mannes“, „Das Lied des dünnen Mannes“ oder „Piraten im Karibischen Meer“.
Roy Gordon kann man in „Der Auslandskorrespondent“, Walter Fenner beispielsweise in „Noch ein dünner Mann“.

Wenig schwarz/weiß, einige Wiedersehen

Das Wetter lockt leider nicht überall nach draußen, das Fernsehprogramm schon.
Ein paar Klassiker hätten wir da noch, so am 13.7. auf MGM zum Abendessen: „Eins, zwei, drei„.
Auf Sky nostalgie treibt sich spätnachts am 15.7. „Der Schrecken vom Amazonas“ herum,
auf ARTE am 25.7. nachmittags „Der Freibeuter„.

Nachdem Sen Yung, Charlies Sohn Nummer 2 „Jimmy Chan“, eine feste Rolle bei Bonanza (auf Sat1 Gold) hat, verwundert es nicht, wenn er dort auftaucht.
Als Gast ist Benson Fong, Sohn Nummer 3 „Tommy“, am 28.7. mal mit von der Partie.
Keye Luke, Sohn Nummer 1 „Lee“, schaut dagegen bei MacGyver vorbei, am 14.7. (auf RTL Nitro).