1957 kamen Produzenten in den USA auf die Idee eine TV-Serie um den Detektiv zu stricken. Die Hauptrolle erhielt J. Carrol Naish, der u.a. in den 1930ern in „Charlie Chan im Zirkus“ mitgespielt hatte.
Nach wenigen Episoden übernahm England die Produktion, so dass auch Bekannte aus dortigen Filmen mal in einer Nebenrolle auftauchen, z.B. Honor Blackman.
Begleitend dazu erschienen „TV Picture Stories“ basierend auf Episoden und Comics mit eigenen Geschichten.
Jede Episode beginnt mit einem Teaser, selten mehr als einige Sekunden. Überblendung zu Nebelschwaden. Aus der Tiefe kommt in chinesischen Schriftzeichen der Serientitel nach vorne und überblendet in „The New Adventures of Charlie Chan„.
Charlie spaziert aus dem Nebel nach vorne links, bleibt, sich prüfend umschauend, kurz neben den jetzt erscheinenden „Starring J.Carroll Naish“ stehen. Dann geht er aus dem Bild und es wird zur Episode übergeblendet.
Jede Folge wird in der Mitte an einer (manchmal sehr gewollt) dramatischen Stelle unterbrochen. Oft mitten in einer Szene, die dann nach der Werbung fortgesetzt wird. Am Schluss der Episoden steht meist ein witziger Spruch oder Dialog.
Neben Charlie tritt James Hong, damals neu im Geschäft, als Sohn Barry Chan in der einzig regelmäßig wiederkehrenden Rolle auf. Charlie bereist immer wieder das europäische Festland: Paris, Brüssel und einmal sogar Deutschland. Gegen Ende der 39-teiligen Serie wurde öfters in Italien gedreht, Außenaufnahmen blieben in der Regel dialogfrei.
In 25 Minuten entwickelt sich leider kaum eine gut gestrickte Story. Ausnahmen bestätigen jedoch, dass es sehr wohl möglich gewesen wäre. Die Krimihandlung ist meist humorlos und es gibt wenig Überraschungsmomente. Von Exotik oder einem Schuß Romantik ist nichts zu sehen. In Deutschland ist die Serie nie gelaufen.

Wer „Scooby Doo“ kennt, findet vertrauten Boden: Die Kids wollen den Fall lösen und sausen los zur Verfolgungsjagd, wobei sie abwechselnd vor den Bösewichtern davon laufen. Da Hanna-Barbera kurz vorher „Scooby Doo“ erfunden hatten, variierten sie hier ihr Erfolgskonzept nur wenig. Es gibt einen Van, den die Älteren fahren, Monsterjagden und sogar einen Hund namens Chu-Chu. Daneben aber auch Musiknummern der Chan Clan Band.
Von links nach rechts, oben: Chu-Chu, Scooter, Mimi, Nancy

Demnächst kommt dann die Zusammenfassung der 5 bislang auf deutsch erschienenen Monogram-Chans auf uns zu. Ab 28. November 2014 gibt uns Alive/Chandler „



