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Schwarz/weiße Aussichten: Rote und Marxisten

Das schwarze SchafDer rote Korsar“ segelt am Nachmittag des 15. September bei ARTE über den Bildschirm.
Am 20. so ab 16:30 heißt es wieder mal „Eins, zwei, drei„, in dem Cagney als Cola-Boss das geteilte Berlin durcheinander wirbelt.
Wirbel ist noch untertrieben, für das was die Marx Brothers veranstalten: Auf SKY Nostalgie, am 28.9. mit den Filmen „Die Marx Brothers im Theater“ und „Zimmerdienst„.

Deutlich konservativer wird es beim MDR Anfang Oktober, wenn „Das schwarze Schaf“ wieder ermittelt, 1.10. mittags.
Fritz Lang kehrte mit „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“ zurück zu einem Stoff, den er wie immer spannend umsetzt, ARD 3.10.

Wenig aber lohnendes s/w

Die x-te Wiederholung von „Dick und Doof: Hände hoch – oder nicht“ bringt der MDR am 6.9. für Frühaufsteher.
Ach, Leute, die Uhrzeit ist ja nicht so wichtig, aber es gäbe so viele andere Stan & Olli-Streifen. Warum immer dieselben?

Bonanza Hoss und Hop Sing3sat zeigt anderntags am frühen Nachmittag den „Herr des Wilden Westens„.
Zur Mitte der Woche, also am Mittwoch 10.9., ist dann der NDR dran, spätnachts mit „Ladykillers„.

Und nach wie vor läuft auf Sat1 Gold „Bonanza„, wo immer wieder Sen „Jimmy Chan“ Yung als Koch auftaucht.
Recht zuverlässig ist er in der 2. Septemberwoche von 9. bis 12. dabei.

Um die Welt und ins All – s/w-Filme am Mittag

Was gibt es bis Ende des Monats nennenswertes für Klassiker-Fans?

Gleich Samstag 16.6. vormerken. ARTE zeigt mittags „Im Zeppelin um die Welt„, die Weltumrundung der „Graf Zeppelin“ 1929. Der Klassiker ist hier nicht der Film sondern das Luftschiff.

Der BR schert aus der Mittagsphalanx aus und zeigt am 26.8. um 20:15 den Klassiker „Gaslicht„.
Das MDR bringt am 29.8. zur Mittagsstunde „Der schweigende Stern„, einen der raren deutschen SF-Filme seiner Zeit, den man überhaupt noch gucken kann.
MGM wiederholt am 31.8. „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“ – natürlich gegen Mittag.

Den Film gibt es ab 9. Oktober 2014 bei Kochmedia auf DVD: Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin. Wenn die schon dabei sind, könnten sie eigentlich auch mal „Charlie Chan: Ein wohlgehütetes Geheimnis“ aka „Die Rückkehr von Charlie Chan“ auf DVD packen. Und die nächste Klassiker-Collection bitte nicht vergessen 😉

Schwarz/weißer Sommer

Abkühlung gibts am „Rio Grande„, 4.8. um MItternacht auf SWR, während uns Kabel1Classic um 1:40 zum „Boulevard der Dämmerung“ führt.
MGM bringt am 12.8. abends „Eins, zwei, drei„, Sky-Nostalgie am 13.8. kurz vor Mitternacht Hitchcocks „Mord“ alias „Auslands-Korrespondent“.
MDR zeigt ähnlich spät nachts „Sherlock Holmes und das Halsband des Todes“ am 16.8.

max und hooFür alle, die Chan-Cameos sammeln …
Anixe wiederholt momentan die uralte Agenten-Parodie „Mini-Max„, bei der in 2 Episoden ein zumindest Charlie Chan nachempfundener Character auftaucht.
Er ist Asiate und versucht gelegentlich einen Spruch, was in den übrigen Albernheiten allerdings untergeht.
Die eine Episode heißt „Wer ist Wo?“, denn Harry Hoo (= who?) wurde als Harry Wo synchronisiert, die zweite ist „Ein Südseeparadies“ (Hoo done it), zu sehen am 5. August (Wh anderntags).

Wenig schwarz/weiß, einige Wiedersehen

Das Wetter lockt leider nicht überall nach draußen, das Fernsehprogramm schon.
Ein paar Klassiker hätten wir da noch, so am 13.7. auf MGM zum Abendessen: „Eins, zwei, drei„.
Auf Sky nostalgie treibt sich spätnachts am 15.7. „Der Schrecken vom Amazonas“ herum,
auf ARTE am 25.7. nachmittags „Der Freibeuter„.

Nachdem Sen Yung, Charlies Sohn Nummer 2 „Jimmy Chan“, eine feste Rolle bei Bonanza (auf Sat1 Gold) hat, verwundert es nicht, wenn er dort auftaucht.
Als Gast ist Benson Fong, Sohn Nummer 3 „Tommy“, am 28.7. mal mit von der Partie.
Keye Luke, Sohn Nummer 1 „Lee“, schaut dagegen bei MacGyver vorbei, am 14.7. (auf RTL Nitro).

Allerlei zu “Charlie Chan’s Courage”

Charlie Chans Courage - Lobbycard 1 Originaltitel: »Charlie Chan’s Courage«
Laufzeit: 74 Minuten

Produktionszeitraum: 23. April bis Ende Mai 1934
Copyright: FOX Film Corporation
Premiere: 6. Juli 1934

Charlies beste Sprüche:

  • Nadel in Heuhaufen zu suchen benötigt nur genaue Untersuchung des Heus
  • Große Zuckerdose zieht viele Fliegen an.
  • Vorsichtig handeln. Bitte erinnern das auch Henne vorsichtig auf Eiern sitzt.
  • Immer angenehme Reise die unter Freunden endet.

Der chinesische Papagei - FilmkurierEs spielen:

Warner Oland [Charlie Chan]
Drue Leyton [Paula Graham]
Donald Woods [Bob Crawford]
Paul Harvey [J. P. Madden]
Murray Kinnell [Martin Thorne]
Reginald Mason [Alexander Crawford]
Virginia Hammond [Sally Jordan]
Si Jenks [Will Holley]
Harvey Clark [Professor Gamble]
Jerry Jerome Phil „Sharky“ Maydorf]
Jack Carter [Victor Jordan]
James Wang [Louie Wong]

Screen Actors Guild – Die Schauspielergewerkschaft

Es verging einige Zeit zwischen „Charlie Chans größter Fall“ und “Charlie Chan’s Courage”.
Die 1933 gegründete Schauspielergewerkschaft etablierte sich in der Zwischenzeit und brachte deutliche Erleichterungen, für die damals noch beim Studio festangestellten Schauspieler.

Das „Studio System“ bestimmte bis dahin den kompletten Tagesablauf eines Kontrakt-Schauspielers. Sie mussten unlimitiert von früh bis spät in jedem Streifen mitwirken, den das Studio zuteilte. In dem unkündbaren Vertrag wurden zahllose Vorgaben diktiert, selbst (Essens)Pausen durfte man erst einlegen wenn die Prdoduktion es erlaubte. Neben dem Grundgehalt gab es zwar eine Einsatzprämie, aber nur die wenigen Stars bekamen zigtausend Euro pro Film.

Von Anfang an bei der Screen Actors Guild dabei sind auch bekannte Stars und Schauspieler, die in Charlie-Chan-Filmen auftauchten. Alan Mowbray etwa (Charlie Chan in London), wurde Vizepräsident, was seiner Karriere nicht förderlich war.
Horrorstar Boris Karloff (Charlie Chan in der Oper) hatte bereits 25-Stündige Dreharbeiten in schwerer Maske geleistet und wußte, warum die Gewerkschaft gebraucht wurde.
Keye Luke („Lee Chan“), ab 1935 Mitglied, erinnerte sich ebenfalls lebhaft an dicht gedrängte Drehpläne und zeichnete sogar Karikaturen für die ersten Ausgaben des Gewerkschafts-Magazins.
Von Warner Oland („Charlie Chan“) gibt es ein Foto, bei dem er von Kollegen umrahmt unterzeichnet, u.a. sind da Groucho Marx und James Cagney.

Überliefert ist, das James Cagney einer Kollegin gerade die Papiere für die Gewerkschaft überreichen wollte, als der Boss des Warner-Studios um die Ecke kam und beide rauswarf. Da er allerdings seinen Star brauchte, erhielt Cagney schnell einen neuen Vertrag, den er aber erst schloß, als auch seine Kollegin wieder eingestellt worden war.