Die ersten Charlie-Chan-Bücher (1925-32) von Earl derr Biggers waren erfolgreich genug, um praktisch umgehend zu Hollywood-Drehbüchern umgearbeitet zu werden. Das gilt in gewissen Sinne auch für seinen literarischen »Nachfolger« Mr. Moto. Bei den Verfilmungen hielten sich die Produzenten allerdings an ihre eigene Reihenfolge.
Die ersten 3 Chan-Bücher wurden zunächst in »korrekter« Reihe von verschiedenen Studios verwertet. Dann kam Warner Oland als Chan-Darsteller, und als nacheinander Verfilmungen zu Buch 5 und 4 anno 1931 erfolgreich waren, gab es eine Neuauflage zu Buch 3 im Folgejahr. 1933 war dann Buch 1 erneut dran, 1934 schließlich noch einmal Buch 2. Der sechste und letzte Chan-Krimi »Hüter der Schlüssel« wurde nie verfilmt.
1934, nachdem mit Biggers Tod das Ende von Charlie Chan gekommen schien, schickte dessen Zeitung den Autor John P. Marquand nach Asien um einen neuen »asiatischen Helden« zu kreieren. Bald nach der Rückkehr des Autors erschien »No Hero« mit Mr. Moto, für den Fox die Filmrechte kaufte aber nie verwertete; auch die 3 letzten Moto-Geschichten (1938, 41, 56) wurden nie auf die Leinwand gebracht.
Nur die Bücher »Thank you, Mr. Moto« (2) und »Think fast, Mr. Moto« (3) waren Grundlage für zwei Drehbücher 1937 – allerdings in umgekehrter Reihenfolge: »Mr. Moto und der Schmugglerring«, »Mr. Moto und der China-Schatz«. Dazwischen wurde jedoch (als zweites) »Mr. Moto takes a Chance« (»Mr. Moto und der Dschungelprinz«) produziert, kam jedoch erst nach Verwertung des Chan-Reworkings »Mr. Moto und der Wettbetrug« als Vierter ins Kino. Auch der achte und letzte der 1930er-Motos hielt sich nicht an die Produktionsreihenfolge sondern wurde schon vor dem als siebten herausgebrachten gedreht.
Die meisten der Film kann man freilich in beliebiger Reihenfolge schauen, ohne dass eine ähnliche Verwirrung aufkäme 🙂




Das schwarze Kamel aus dem Titel bezieht sich auf einen Spruch von Charlie, als er den Tod der Schauspielerin verkündet: »Der Tod ist ein schwarzes Kamel, das ungebeten vor jeder Schwelle kniet. Heute Abend schwarzes Kamel kniete hier.«


BENSON FONG erblickte am 10. Oktober 1916 in Sacramento das Licht der Welt. Sein Vater starb schon Anfang der 30er Jahre. Fong verließ die High School und ging für 5 Jahre zum Studieren nach China, wo er auf der Bühne stand, Tenor sang und in einer Jazz-Band spielte.
Nach seiner Rückkehr nach Sacramento eröffnete Fong mit Verwandten einen Gemüseladen, verdiente sich aber als Kleindarsteller etwas dazu, so in »

Fong spielte zwar weiterhin kleine Rollen, so etwa in »Ein toller Käfer« (The love Bug, 1968) und »Kung Fu« (1972), doch das »Ah Fong‘s« erwies sich als außerordentlich beliebt. Bis 1971 folgten weitere Restaurants und Fong verbrachte seine Freizeit lieber beim Golf oder reiste durch Asien. Bis 1985 verkleinerte sich das Unternehmen nach und nach und Fong verabschiedete sich in Rente.
