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Die DVD ist da! – Charlie Chan: Die Falle

DVD Die FalleWie die erste präsentiert sich die zweite Chandler-DVD nüchtern mit deutscher und englischer Tonspur sowie deutschen Untertiteln und einer Kapitelauswahl.
Auf dem Rücken des Wechselcovers (innen ohne das dicke FSK-Quadrat) prangt nun die „2“ – wollen hoffen, dass da noch viele schöne Ziffern kommen.

Der Film präsentiert sich frisch digitalisiert und auch der Ton ist in Ordnung. Alles so, wie man sich eine offizielle Version immer gewünscht hat.

Interessanterweise schmückt auch dieses Cover ein Bild der Original US-FOX-Boxen, obwohl CentFox mit den beiden bei Monogram produzierten Filmen, „Gefährliches Geld“ und „Die Falle“, gar nichts zu tun hat.
Der rechts unten, als Silhouette angedeutete Gangster mit MG in der Hand, hat ebenso wenig Bezug zum Film.
Das Bild von Charlie Chan ist allerdings ein typisches Pressefoto jener Zeit, siehe das hier gezeigte Porträt von Sidney Toler.

Kleinere Fallstricke

DVD Boxen und CoverWie bei Nr. 1 leistet sich auch bei dieser Scheibe die Tonspur einen Aussetzer, so dass Charlie und die Anwesenden einige Sekunden lang die Lippen bewegen aber der Text anderweitig unterwegs ist (ca. bei Minute 40).

Die Untertitel sind ausführlich ohne groß etwas zu unterschlagen, aber leisten sich einige witzige „Verhör-Hämmer“, wie das heute so schön heißt. Beispiele:

  • „tötö“, wo eine der jungen Damen das Wort „Doktor“ auf französisch betont
  • „Shadow“, als Birmingham auf der Kellertreppe „Schön“ sagt
  • „Ich dachte sie wären San Toy“ – dabei schwärmt die Dame für den Sergeant und witzelt „Ich dachte sie wären treu“, als dieser hinter der Haushälterin herspioniert.

Sidney Toler als Charlie ChanWie wird diese DVD-Serie fortgesetzt?

Für den 30. August angekündigt sind 2 DVDs:
Ein fast perfekte Alibi„, der Vorvorgänger von „Gefährliches Geld“

sowie: „Das Geheimnis„. Es handelt sich hier mit Sicherheit um „Charlie Chans Geheimnis“ (Charlie Chan’s Secret) von 1936, was einen Zeitsprung von 10 Jahren zurück bedeutet, in die Spitzenzeiten der Serie.

Ist doch alles Sonnenschein, dieser Sommer 😉

Schwarz/Weiß im TV

Freitag Abend laufen auf SKY NOSTALGIE der Wallace-Krimi „Das Geheimnis der gelben Narzissen“ sowie „Mord“ alias „Der Auslandskorrespondent“ von Hitchcock.

Etwas leichter wird es auf ORF 2 am Samstag Nachmittag mit der unvergleichbar schrulligen Verfilmung von Agatha Christies „16 Uhr 50 ab Paddington“.
3Sat vertreibt den Sonntag Abend mit Durbridges „Das Halstuch“.

Allerlei zu „Charlie Chan: Die Falle“

The Trap-DVD aus BoxOriginaltitel: »CHARLIE CHAN: The Trap« (dt. wörtlich übersetzt)
Laufzeit: 65 Minuten

Produktionszeitraum: später Juli bis Mitte August 1946
Copyright: Monogram, 1946

Premiere: 30.11.1946; in Deutschland: 27.12.1978 (Bayerischer Rundfunk) unter obigem Titel

Charlies beste Sprüche:

  • Irrtümer bringen manchmal Befreiung von Sorgen
  • In der Mitte Rätsel immer am allerschwersten.
  • Sonntagsjäger hat Zeit Wild zu verfolgen. Eiliger Jäger muss Falle stellen.
  • Spaß ist Allheilmittel.

Die FalleEs spielen:

Sidney Toler [Charlie Chan]
Mantan Moreland [Birmingham Brown]
Victor Sen Young [Jimmy Chan]
Tanis Chandler [Adelaide]
Larry Blake [Rick Daniels]
Kirk Alyn [Sergeant Reynolds]
Rita Quigley [Clementine]
Anne Nagel [Marcia]
Helen Gerald [Ruby]
Howard Negley [Cole King]
Lois Austin [Mrs. Thorn]
Barbara Jean Wong [San Toy]
Minerva Urecal [Mrs. Weebles]
Margaret Brayton [Madge Mudge]
Bettie Best [Winifred]
Jan Bryant [Lois]

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Lobbycard The Trap: StrandnixenWo kann man die Schauspieler hierzulande noch sehen?

Tanis Chandler spielte kleinere Rollen in „Tote schlafen fest“ (1946, mit Bogart/Bacall) oder „Angelockt“ (1947, mit B.Karloff), ebenso in „Charlie Chan: Schatten über Chinatown“.
Larry Blake taucht in „Boulevard der Dämmerung“ (1950) auf.
Auch Howard Negley (der in „Docks of New Orleans“, einem der letzten Chans, spielte) kann man gelegentlich sehen, etwa in „Abbott und Costello treffen Frankenstein“, in „Das Lied vom Dünnen Mann“ (1947) oder uniformiert in „Der Tag, an dem die Erde stillstand“.
Barbara Jean Wong spielte bereits Charlies Tochter in „Charlie Chan in Honolulu“ und war Iris Ling in „Charlie Chan in Mexiko“.

Minerva Urecal hatte unzählige Rollen und oft genug als Haushälterin oder ähnliches, so auch in „Charlie Chan bei den Olympischen Spielen“.
Weitere Kurzauftritte von ihr gibt es in „Die tapferen Schotten“ (Laurel/Hardy), „Abbott und Costello auf Glatteis“, „Niagara“ (1953) oder „Der mysteriöse Dr. Lao“ (1964). In Erinnung blieb auch ihr Abgang in „Mr. Hobbs macht Ferien“ (1962, James Stewart), nachdem die Wasserversorgung im Strandhaus nicht wie Vorgesehen funktionierte.

Die Falle (worum gehts?)

Aus gegebenem Anlass: Freitag soll die DVD erscheinen!

Poster The Trap DIE FALLE
(The Trap, USA, 1947, Monogram)

Ein Mörder dezimiert eine Showtruppe, die in einem Strandhaus in Malibu Urlaub macht. Charlie Chan versucht in den kommenden Wirrnissen den roten Faden zu finden, der ihn auf die Spur des Täters und einer von mehreren Seiten gesuchten Metallkassette bringt …

Eine Showgruppe bezieht die Rutherford Villa, ein Strandhaus in Malibu, um einen Monat abzuschalten. Schnell zeigt sich Marcia, der Star der Damentruppe, von ihrer hässlichen Seite. Sie nutzt andere aus oder erpresst sie gar, etwa die junge Lois, die noch gar nicht volljährig ist. Die soll, während alle anderen sich am Strand vergnügen, Briefe aus einer bei Kollegin Adelaide deponierten Metallkassette entwenden. In dem feuerfesten Behältnis bewahren mehrere Mitglieder der Truppe kleine Wertsachen auf.
Wenig später tummeln sich die meisten am Strand. Beim Diebstahl wird Lois überrascht und kann kaum glauben, was da auf sie zukommt. Die für diese Truppe viel zu nette San Toy findet Lois wenig später ermordet auf dem Boden liegend. Der Presseagent will die Sache vertuschen, doch Maestro Cole, der Chef der Truppe, lehnt ab. Lois wurde mit einer Seidenschnur ermordet, was die eine oder andere hysterische Verdachtsäußerung gegen die junge Chinesin San Toy zur Folge hat.
Die ruft daraufhin ihre letzte Bekanntschaft, der Welt besten Detektiv, an: Jimmy Chan.
Der ist aber nicht zu Hause und so geht ein verschlafener Birmingham Brown ans Telefon. Der versteht das zugegebenermaßen hysterische Gegacker der Damen am anderen Ende der Leitung gründlich falsch und vermutet das Jimmy ermordet wurde.
Schnell macht sich Charlie auf dem Weg und findet vor Ort einen Polizisten vor, der die Lage
bestens im Griff hat. Allerdings ist die Hilfe Charlies sehr wohl willkommen und der übernimmt. Spätestens als Jimmy auf der Szene erscheint, die Leitung.
Auf Wache vor dem Haus folgen Jimmy und Birmingham alsbald einer Gestalt in den Keller, die aber flüchten kann. Offenbar sollte dort unten etwas verbrannt werden.
Wenig später wird San Toy überfallen und beinahe betäubt, kann aber entkommen. Obwohl klar ist, dass der Mörder unten ihnen ist, müssen alle im Haus bleiben.
Birmingham kommt gerade recht, als Charlie mit einer Schlinge über dem unbeweglich am Boden liegenden Jimmy steht. “Mr. Chan”, sagt er. “Ich habe gewusst, dass das Mal passieren musste!” Doch handelt es sich bei der Szene nur um eine Nachstellung des Mordes. Jimmy deduziert nun angeleitet von Charlie Schritt für Schritt den Ablauf und kommt dahinter, dass Lois von einem vermeintlichen Freund ermordet wurde …

 

Schwarz/Weiß im TV / Chan-Veteranen

Mörderisch wird es am 9.6. ab 23 Uhr auf rbb mit „Adel verpflichtet“, mit versnobtem
britischem Humor.
Am Dienstag darauf ARTE einschalten. Die restaurierte Farbfassung von „Die Reise zum Mond“,
einem phantastischen Stummfilm von 1902 um 23:45 mit anschließender Doku. Georges Méliès und seine Filme waren letztes Jahr Thema im Kinofilm „Hugo Cabret“.

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Gleich noch 2 Wiedersehen mit Chan-Veteranen:
Gerade erst angesprochen: „Der Auslandskorrespondent“ mit E.E. Clive (Charlie Chan in London) in kleiner Rolle kommt Montag, 10.6., um 4 Uhr auf Sky-Nostalgie.
Schwarzbarts erstes Opfer in „Charlie Chan auf dem Schatzsucherschiff“ und Madame Saturnia in „Das Schloss in der Wüste“: Ethel Griffies, in beiden Rollen unvergesslich, schaut in Hitchcocks „Die Vögel“ mal eben vorbei – auf ARTE, Mittwoch, 1:00 Uhr – gleich nach der Reise zum Mond …

Allerlei zu “Charlie Chan in London”

Charlie Chan in London - Fox DVDOriginaltitel: »CHARLIE CHAN IN LONDON« (dt. wörtlich übersetzt)
Laufzeit: 75 Minuten

Produktionszeitraum: 9. Juli bis Anfang August 1934
Copyright: Fox Film, 14.9.1934

Premiere: 12.09.1934; in Deutschland: 25.1.1978 (Bayerischer Rundfunk) unter obigem Titel

Charlies beste Sprüche:

  • Vorderfront sagt sehr selten Wahrheit. Wollen Sie Mieter von Haus kennen lernen, betrachten Sie erst Hinterhof.
  • Kleinigkeiten erzählen ganze Geschichte.
  • Fall wie Inneres von Radio: Viele Drähte und doch ein Gerät.
  • Wenn Sie wollen wilder Vogel soll singen, dann nicht sperren in Käfig.

Charlie Chan in London - Vorspann

Es spielen:

Warner Oland [Charlie Chan]
Drue Leyton [Pamela Gray]
Raymond Milland [Neil Howard]
Mona Barrie [Lady Mary Bristol]
Alan Mowbray [Geoffrey Richmond]
Murray Kinnell [Phillips]
Douglas Walton [Paul Gray]
Walter Johnson [Jerry Garton]
E.E. Clive [Detective Thacker]
Madge Bellamy [Mrs. Fothergill]
David Torrence [Sir Lionel Bashford]
John Rogers [Lake]
Paul England [Bunny Fothergill]
Elsa Buchanan [Alice Perkins]
Perry Ivans [Kemp]
Claude King [Royal Air Force Commandant]
Reginald Sheffield [Commander King]
Helena Grant [Miss Judson]
Montague Shaw [Doctor]

 

 

Charlie Chan in London - Orbit DVD

Wo kann man die Schauspieler hierzulande noch sehen?

Drue Leyton stand nur in den 1930ern vor der Kamera, daher am einfachsten auf „Charlie Chan im Zirkus“ warten um sie wiederzusehen.
Ray Milland ist einer der bekanntesten Stars, die in der Serie mitspielten. Man kann ihn in vielen Serien als Gaststar sehen (Columbo, 3 Engel für Charlie) und immer gern in Hitchcocks „Bei Anruf Mord“.
Alan Mowbray spielte u.a. kleinere Rollen in „Der Mann der zuviel wusste“ oder „In 80 Tagen um die Welt“.
Über Murray Kinnell wurde schon bei „Der Tod ist ein schwarzes Kamel“ gesprochen. Zu sehen ist er u.a. in „Charlie Chan in Paris“, „Der Prinz und der Bettelknabe“ (1937, mit E.Flynn) oder „Mr. Moto und der Schmugglerring“.
Douglas Walton bemerkt man in der 1935 Version der „Meuterei auf der Bounty“.
E.E. Clive war schon in „Der Unsichtbare“ dabei und als „Burgomaster“ in „Frankensteins Braut“. Später spielte er in „Mr. Moto und die Flotte“, „Der Hund von Baskerville“ und „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“. Er starb kurz nach einem kleinen Auftritt in Hitchcocks „Der Auslandskorrespondent“ (1940).

 

Charlie Chan in London (worum gehts?)

(Charlie Chan in London, USA, 1934, Fox Film)

Charlie Chan in LondonDem Mann in der Todeszelle bleiben nur mehr wenige Stunden zu leben.
Charlie Chan lässt sich überzeugen, dass der als „Stallmörder“ Verurteilte unschuldig ist und stellt Ermittlungen an. Ihm bleibt keine Zeit zum aufdecken der Lügen, er muss die Wahrheit finden. In einer Jagdgesellschaft ist auch der wahre Mörder auf Pirsch …

Pamela Gray versucht verzweifelt eine Begnadigung für ihren zum Tode verurteilten Bruder zu erwirken. Geoffrey Richmond, bei dem der Bruder angestellt war, verschafft ihr sogar einen Termin beim Innenminister. Doch dieser lehnt ab, den Gang der Dinge aufzuhalten. Nachdem Pamela im Vorzimmer einen kleinen Schwächeanfall erleidet, zweifelt man selbst im Vorzimmer an der Schuld des Verurteilten.
In diesem Moment betritt Charlie Chan, dessen Schiff am Abend ausläuft, das Büro um sich vom Minister zu verabschieden. Der schwelgt in höchsten Tönen von dem Inspektor und so ruft der Privatsekretär des Ministers bei Pamela an.
Wenig später steht sie mit ihrem Verlobten, Anwalt und Verteidiger ihres Bruders, in Charlies Hotelzimmer. Es bleiben nur noch 65 Stunden bis zur Hinrichtung. Der „Stallmord“ vor 3 Monaten hatte Schlagzeilen gemacht und so ist der Inspektor schnell im Bilde. Leider zweifelt der Anwalt nicht mehr an der Schuld von Pamelas Bruder. Die wirft ihm den Verlobungsring vor die Füße und flieht zu Geoffrey Richmonds Anwesen in Retfordshire.
Charlie Chan in LondonDort wird gerade eine Party veranstaltet und manch einer fiebert bereits der Fuchsjagd am kommenden Tag entgegen. Pamela ist willkommen und zieht sich auf ein Zimmer zurück. Der Butler, der nebenbei auch die Unterlagen seines Herrn filzt, handelt streng nach Vorschrift als er Charlie, der bald darauf erscheint und nach Pamela frägt, an der Tür abweist. So schnell lässt sich der Inspektor nicht entmutigen und steigt durch ein Fenster ein. Sehr zum Schrecken des Zimmermädchens. Pamela jedoch ist hocherfreut und schöpft neuen Mut. Charlie hat ihren Bruder im Gefängnis besucht und ist entschlossen, neue Fakten zu suchen.
Die in der Mordnacht Anwesenden finden sich zu einer Besprechung mit Charlie zusammen. Der möchte, dass der „Stallmord“ vor Ort nachgespielt wird. Nicht alle Beteiligten finden die Mitternachts-Wanderung sehr komisch.
Lake, der Stallmeister, muss Hellcat, eines der wild um sich tretenden Pferde beruhigen. Der Lärm treibt einen vergeblich gesuchten Gast vom Haus hinzu. Da Hellcat in der Mordnacht nicht scheute, hat Charlie einen ersten Hinweis und nimmt Lake ins Verhör. Der aber streitet ab, zur Tatzeit im Stall gewesen zu sein. Charlie beschließt ihm Zeit zu geben und kehrt am Morgen zurück.
In Lakes Zimmer findet er aber nur Richmond und Detective-Sergeant Thacker, der erklärt, dass Lake Selbstmord begangen hat. Das Geld in Lakes Brieftasche macht Charlie misstrauisch. So, wie der Tote die Waffe hält, konnte er sich kaum in die Stirn geschossen haben. Für die Öffentlichkeit bleibt es allerdings bei Selbstmord, um den Täter in Sicherheit zu wiegen. Charlie ist sicher, dass Lake eine Gefahr für den „Stallmörder“ geworden war, und dieser nun erneut gemordet hat …