Es geht rund, heute Abend bei MGM mit „Eins, zwei, drei“ – must have für Leute die was bissiges zum Lachen brauchen.
Danach ist erst einmal Flaute. Erst am 13.12. bringt TNT „Casablanca“ zum Frühstück.
Andertags feiert EinsFestival den nachmittag mit „Dick und Doof: Hände hoch – oder nicht“.
Am Sonntag folgt auf MGM im Abendprogramm wieder einmal „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“.
Auf Rtl2 sind am 21.12. vormittags die „Gremlins – Kleine Monster“ los – mit Keye Luke in kleiner Rolle. Am selben Tag nachmittags wieder einmal mit EinsFestival „Dick und Doof: Wir sind vom schottischen Infanterie-Regiment“ – schön und gut, aber es sind dauernd dieselben 5 Filme mit den beiden Komikern, da gäbe es sehr viel mehr … wer sendet die?
Archiv des Autors: mhoefler
Allerlei zu Charlie Chan: Die chinesische Katze”
Originaltitel: »Charlie Chan: The chinese Cat«
Laufzeit: 65 Minuten
Produktionszeitraum: 11.1. – 19.1.1944
Copyright: Monogram Pictures Corporation, 15. April 1944
Premiere: 20. Mai 1944
Charlies beste Sprüche:
- Experte lediglich Mann, der schnelle Entscheidung fällt – und manchmal richtig liegt.
- Starte niemals ohne Ende von Weg zu sehen.
- Hund kann nicht gleichzeitig 3 Hasen jagen.
- Sobald Familie richtig groß, andere Probleme bedeuten gar nichts mehr.
Es spielen:
Sidney Toler [Charlie Chan]
Joan Woodbury [Leah Manning]
Mantan Moreland [Birmingham Brown]
Beson Fong [Tommy Chan]
Ian Keith [Dr. Paul Recknick]
Cy Kendall [Webster Deacon]
Weldon Heyburn [Detective Harvey Dennis]
Anthony Ward [Catlen / Anthony Ward]
John Davidson [Kazdas]
Dewey Robinson [Salos]
Stan Jolley [Gannett]
Betty Blythe [Mrs. Manning]
Jack Norton [Hotelrezeptionist]
Luke Chan [Wu Song]
Sam Flint [Thomas P. Manning]
Wo kann man die Schauspieler hierzulande noch sehen?
Joan Woodbury lief häufig unter ferner liefen, so auch in „Frankensteins Braut“ oder „Die Marx Brothers im wilden Westen“. Auch innerhalb der Serie reicht es oft nur für kleine Rollen: „Charlie Chan in Shanghai„, „Charlie Chan in der Oper“, „Charlie Chan am Broadway“. Später spielte sie in „Die zehn Gebote“
Dort traf Sie Ian Keith. Der war u.a auch in „Der Herr der sieben Meere“, „Fuzzy der Banditenkiller“
Sam Flint hat ebenfalls in anderen Episoden der Serie gespielt, so in „Charlie Chan beim Pferderennen“ oder „Das goldene Auge„. Zu sehen ist er in kleinen Rollen u.a. in „Piraten im Karibischen Meer“, „Der dünne Mann kehrt heim“, „Der Fremde im Zug“, „Abbott und Costello als Gangsterschreck“ oder in Serie wie „Verrückter wilder Westen“ oder „Rauchende Colts“.
Anthony Ward haben wir bei „Ein fast perfektes Alibi“ schon besprochen.
John Davidson war bereits in „Charlie Chan in Ägypten„, „Mr. Moto und die Flotte“ und „Mr. Moto und sein Lockvogel“. Es folgten u.a. „Der große Diktator“, „Prinz Eisenherz“ und „In 80 Tagen um die Welt“.
Dewey Robinson sehen wir in „Die Marx Brothers im Kaufhaus“, „Casablanca“ oder „Der Vater der Braut“.
Jack Norton schauspielerte in „Marx Brothers – Das große Rennen“, „Der Engel mit der Trompete“ aber auch in „Charlie Chan: Schatten über Chinatown„.
Charlie Chan: Die chinesische Katze
(THE CHINESE CAT, USA, 1944, Monogram Pictures Corporation)
Zwischen zwei Regierungsaufträgen gönnt sich Charlie Chan keine Auszeit. Um zu beweisen, dass ein rufmörderischer Autor falsch liegt, nimmt er sich eines ungelösten Mordfalles an. Mehr als einmal muss der Detektiv dem Tod ins Auge sehen, um die Hintergründe der Tat aufzudecken …
Über ein Schachproblem grübelnd sieht sich Thomas Manning unvermittelt seinem Mörder gegenüber. Als der tödliche Schuss fällt, schafft er es noch alle Figuren außer einem schwarzen Läufer vom Brett zu räumen.
Seine Frau, deren Tochter Leah sowie eine Hausangestellte hören den Schuss, können die Tür aber nicht öffnen und betreten den Raum durch einen Geheimgang, durch den kurz vorher der Mörder entkam.
Die Schlagzeilen zu dem Fall werden mit der Zeit kleiner und schließlich legt die Staatsanwaltschaft den Fall ungelöst zu den Akten.
Monate später ist Charlie Chan auf der Durchreise in der Stadt und trifft auf der Fahrt ins Hotel ausgerechnet Birmingham Brown, der neuerdings hier als Taxifahrer angestellt ist. Charlie muss die Rechnung schuldig bleiben, da Birmingham, nach dem Motto wo Charlie ist, ist auch Mord, eilig davonfährt.
In der Hotelhalle unterhält sich derweil Tommy Chan mit Leah Manning, die hofft Charlie könne ihr helfen. Die Frau wird überwacht Charlie beschließt, das Gespräch auf dem Zimmer fortzuführen. Er erfährt von einem Buch, das sich mit dem Mordfall beschäftigt und Leah’s Mutter beschuldigt, ihren Gatten ermordet zu haben.
Charlie, der gerade einen Regierungsauftrag beendet und 2 Tage Zeit hat, beschließt die Wahrheit zu ergründen und beschafft sich ein Exemplar des Buches.
Der Lauscher aus der Hotelhalle beobachtet auch das und benachrichtigt nun seine 4 Kumpane, die wenig glücklich sind, das sich ausgerechnet jemand mit dem Ruf von Charlie Chan des Falles annimmt …
Charlie Chan in Reno – Die Kritiken
Schau an, geht doch! Gegenüber dem Vorgänger ist der Film in jeder Hinsicht eine Steigerung. Toler und Yung spielen ihre Rollen geradezu routiniert. Die Ausstattung ist deutlich besser,
»Hollywood Reporter« und der »Motion Picture Herald« informierten, das dies der bis dahin teuerste Chan war.
Die Produzenten waren also überzeugt und es zahlte sich beim Publikum aus.
Jon Tuska (»In Manors and Alleys«, Greenwood Press, 1988; S. 189) meldet einen außergewöhnlich erfolgreichen Film.
Klar ist nicht nur Sheriff Fletcher der Comedy wegen drin, schon sein Spitzname „Grabstein“ deutet es an, aber ein solcher gut gespielter Gegner in den eigenen Reihen tut Charlie gut. Aber die ganze Darstellerriege tut das ihre um eine unterhaltsame Stunde zu garantieren.
Ken Hanke (»Charlie Chan at the Movies«, McFarland & Co, 1989) findet den Film sehr gut bis großartig und lobt Regisseur Norman Foster.
Charles P. Mitchell (»A Guide to Charlie Chan Films«, Greenwood, 1999) hat sein totales Vergnügen und findet, das Sen Yung bereits hier seine
beste Jimmy-Performance gibt.
Auch David Rothel (»The Case Files of the Oriental Sleuths«, BearManor Media, 2011) findet lobende Worte, fürchtet aber,
dass das heutige Publikum mit dem Sheriff so seine Probleme haben wird, da es witzige Sidekicks wie Fuzzy St. John nicht kennt.
Allerlei zu “Charlie Chan in Reno”
Originaltitel: »Charlie Chan in Reno«
Laufzeit: 70 Minuten
Produktionszeitraum: 23.1. bis 24.2.1939
Copyright: 20th Century/Fox, 16.6.1939
Premiere: 16.6.1939
Charlies beste Sprüche:
- Charmante Gesellschaft macht aus einsamen Sandwich üppiges Bankett.
- Wenn man will, das Vogel singt, sperrt man ihn nicht in Käfig.
- Wenn Nadel in Heuhaufen gefallen ist, Heuhaufen einzig vernünftiger Aufenthaltsort.
- Manchmal sind Tränen von Lady Zeichen von Glück.
Sidney Toler [Charlie Chan]
Ricardo Cortez [Dr. Ainsley]
Phyllis Brooks [Vivian Wells]
Slim Summerville [Sheriff »Grabstein« Fletcher]
Kane Richmond [Curtis Whitman]
Sen Yung [Jimmy Chan]
Pauline Moore [Mary Whitman]
Eddie Collins [Taxifahrer]
Kay Linaker [Mrs. Russell]
Louise Henry [Jeanne Bently]
Robert Lowery [Wally Burke]
Charles D. Brown [Polizeichef King]
Iris Wong [Choy Wong]
Morgan Conway [George Bently]
Hamilton MacFadden [Nachtportier]
.
Wo kann man die Schauspieler hierzulande noch sehen?
Ricardo Cortez wird in „Charlie Chan: Mord über New York“ wieder dabei sein und schaut auch in „Mr. Moto und die Flotte“ vorbei.
Phyllis Brooks hat recht wenig gemacht, u.a. eben den Vorgänger „Charlie Chan in Honolulu„.
Slim Summerville drehte schon zu Stummfilmzeiten dutzende Filme, u.a. im zweiten Chan-Stummfilm „Der Chinesenpapagei“. Später folgten etwa „Im Westen nichts Neues“, „Jesse James – Mann ohne Gesetz“ oder „Überfall der Ogalalla“.
Auch Kane Richmond sehen wir später bei „Charlie Chan: Mord über New York“, aber auch beim „Flash Gordon“-Serial oder in „Teufelskerle“.
Pauline Moore drehte neben Frankenstein (1931) und einem Western 1934 ihre Kinofilme in nur vier Jahren zwischen 1937 und 1941, darunter: „Charlie Chan bei den Olympischen Spielen“, „Charlie Chan auf der Schatzinsel“, „Der junge Mr. Lincoln“ oder „Jesse James unter Verdacht“. Mitte der 50er Jahre kamen einige Fernsehauftritte hinzu. Sie starb erst 2001.
Eddie Collins war ebenfalls in „Der junge Mr. Lincoln“ dabei oder sprach auch mal einige Zwerge in „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Dabei war er schon in „Charlie Chan in Honolulu“ und vielleicht hätte man ihn öfter bei Charlie Chan gesehen, wäre er nicht schon im Jahr nach Reno gestorben.
Auch Kay Linaker sehen wir in „Der junge Mr. Lincoln“, sie ging erst 2008 im Alter von 95 Jahren. Sie drehte unter anderem „Charlie Chan in Monte Carlo“, „Charlie Chan auf Kreuzfahrt“, „Charlie Chan in Rio“ und hatte einen Kurzauftritt in „Charlie Chan auf der Schatzinsel“. Daneben: „Trommeln am Mohawk“ oder „Fräulein Kitty“.
Louise Henry schaffte den 100sten Geburtstag (+2011) und drehte unter anderem „Gauner auf Urlaub“, „Die öffentliche Meinung“, „Der Mann für Mord“ oder „Was geschah gestern?“, an dem sie auch mitschrieb. Dabei war sie auch in „Charlie Chan am Broadway“. Reno war der letzte ihrer 21 Kinofilme.
Wurde „Der junge Mr. Lincoln“ schon erwähnt? Robert Lowery war ebenfalls dabei, wie auch in „Charlie Chan am Broadway“, „Charlie Chan auf Kreuzfahrt“ oder „Charlie Chan: Mord über New York“. Desweiteren in „Mr. Moto und die geheimnisvolle Insel“, „Trommeln am Mohawk“, „Im Zeichen des Zorro“ und in Fernsehserie wie „77-Sunset-Strip“ oder „Rauchende Colts“.
Charles D. Brown kann man ebenfalls in „Mr. Moto und die geheimnisvolle Insel“ oder „Mr. Moto und der Wettbetrug“ sehen, außerdem in „Früchte des Zorns“, „Orchid, der Gangsterbruder“ oder „Tote schlafen fest“.
Iris Wong stand nicht oft vor der Kamera, aber fast alle Filme wurden synchronisiert: Die gute Erde (1937), Charlie Chan in Honolulu, Mr. Moto und sein Lockvogel (1939), Charlie Chan in Rio (1941), Neun Kinder und kein Vater (1943) und – nach einer Pause – Piraten von Macao (1951)
Charlie Chan in Reno
(Charlie Chan in Reno, USA, 1939, 20th Century/Fox Film Corporation)
Eifersuchtsdrama im Hotel mit anschließendem unnatürlichem Todesfall. Verdächtig ist eine aus Honolulu stammende Schönheit, was Charlie Chan auf den Plan ruft. Sein Sohn Jimmy lässt sich von Straßenräubern bis aufs Hemd ausziehen und der Besuch in einer Geisterstadt bringt überraschende Erkenntnisse …
Mary Whitman steigt im Hotel Sierra ab, um die in Nevada für eine Scheidung notwendige 6-Wochen-Frist in Reno zu verbringen. Das Hotel hat für die Betreuung solcher Fälle Mrs. Wells, die Mary sogleich in die Hotelbar bringt.
Dort allerdings befindet sich in Begleitung des Hotelarztes auch die launische Mrs. Bentley, die Marys Noch-Ehemann demnächst heiraten möchte und sich in aller Öffentlichkeit über ihre Kontrahentin lustig macht. Bevor Mary und Mrs. Wells den Ort verlassen haben, streitet Mrs. Bentley sich zu allem Überfluss mit ihrem ständigen Begleiter, Wally Burke, der sich bis zu diesem Zeitpunkt offenbar als Favorit gesehen hatte.
Die Hotelchefin, Mrs. Russell, fordert Mrs. Bentley daraufhin auf, das Haus am nächsten Morgen zu verlassen. Entsprechend in Fahrt droht Mrs. Bentley anschließend dem Hotelarzt gewisse Peinlichkeiten zu veröffentlichen.
Wenig verwunderlich findet Mrs. Bentleys chinesische Zofe ihre Arbeitgeberin spät in der Nacht tot im Zimmer liegend. Daneben steht Mary Whitman, die sogleich von den herbeieilenden Angestellten und Gästen wie eine Mörderin angestarrt wird.
Mary stammt aus Honolulu und ist wie ihr Ehemann gut mit Charlie Chan bekannt. Marys Mann braucht nicht viel um Charlie zu überzeugen gemeinsam nach Reno zu reisen. Ein Telegramm an die Universität von Südkalifornien alarmiert Jimmy, der dort gerade chemische Experimente durchführt. Er leiht sich von einem Kommilitonen ein Auto und rast nach Reno um seinen Vater zu treffen. Unglücklicherweise wird er von 2 Anhaltern überfallen und bis auf die Unterwäsche ausgeraubt.
Als Charlie beim Polizeichef von Reno ankommt, begrüßen sich die beiden alten Freunde überschwänglich. Sheriff Fletcher, genannt Grabstein, der den Mordfall betreut, ist deutlich weniger enthusiastisch. Besonders als Charlie bei einer Gegenüberstellung seinen Sohn Jimmy und anschließend auch Mary vorläufig zurück in Freiheit bringt …
Schwarz/weiß gehts weiter
Die nächste Runde Klassiker läutet 3Sat am 9.11. um 16:30 mit dem gemütlichen „Das schwarze Schaf“ ein: Rühmann, Lowitz, Rasp.
Sonntag 10.11. abend zeigt MGM „Die zwölf Geschworenen“ und Montag früh schießt die ARD um 01:50 noch „Das Haus der Lady Alquist“ nach.
Weiter geht es Samstag 16.11. beim WDR mit „Sombrero“ (13:30) – Regie führte Norman Foster, der zahllose Chans und Motos machte.
1Festival bringt zeitgleich „Der Mann mit dem goldenen Arm“ (Wh andertags vormittag).
3Sat wiederholt in der Nacht zum Sonntag „Das schwarze Schaf“, parallel liefert TNT aber ein Highlight mit „Arsen und Spitzenhäubchen“ – Peter Lorre, Cary Grant und ein irres Skript.
MGM nudelt auch am 19.11. wieder „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“ durch. TNT schließlich nimmt uns am 25.11. in aller Frühe nach „Casablanca“ mit.

