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Charlies Krimi-Verwandtschaft: Sherlock Holmes

The adventures of Sherlock HolmesDer Detektiv aus der Baker Street wird auch noch heute immer wieder neu für Kino und TV interpretiert. Insofern muss man gar nicht viele Worte verlieren, weder zum Autor (Sir Arthur Conan Doyle) noch zum Umfeld (Watson). Die Serie, von der hier die Rede ist, entstand selbstverständlich zu jener Zeit, als auch Charlie im Kino ermittelte.

Die ersten beiden Filme mit dem Duo Basil Rathbone / Nigel Bruce drehte 20th Century Fox 1939, sie spielen im viktorianischen England. Universal kaufte die Show 1942 und drehte 12 Filme bis 1946 wobei der Detektiv in das England jener Zeit versetzt ist. Holmes darf Geige und Pfeife behalten, aber die Mütze bleibt am Haken.

Die Sherlock Holmes Collection 1Die Synchronisationshistorie der aktuellen Version(en) zieht sich über 40 Jahre hin – bei selbem Hauptsprecher. Die DDR-Synchro aus den 1960/70er-Jahren wurde Anfang der 1980er vom Bayrischen Rundfunk angekauft. Nach der Wiedervereinigung produzierte das ZDF in den 1990ern die Synchronspuren der noch ausstehenden Filme.

Mit Charlie Chan gibt es marginale Überschneidungen, z.B.:

  • Mary Gordon, „Mrs. Hudson“, spielte in „Der Tod ist ein schwarzes Kamel“ und „Schatten über Chinatown“.
  • Die Eingangshalle des Baskerville-Hauses dient auch im letzten CentFox-Chan „Das Schloss in der Wüste“ als Set.

Sherlock Holmes sieht dem Tod ins Gesicht

Reingucken macht Spaß!

Charlie Chan macht weiter (worum gehts?)

(CHARLIE CHAN CARRIES ON, USA, 1931, Fox Film Corporation)

Der Teilnehmer einer Gruppe Weltreisender wird erdrosselt in seinem Londoner Hotelzimmer gefunden. Doch die Reisenden sind nicht aufzuhalten und befinden sich schließlich auf Hawaii als Charlie Chan zusteigt und auf der letzten Reiseetappe den Mörder ermittelt …

Der chinesische Spürhund Titelbild

Scotland-Yard-Inspektor Duff wird in London zu einem Mord gerufen. Ein Teilnehmer einer 13-köpfigen Weltreisegruppe wurde erdrosselt. Duff vermutet aufgrund fehlender Kampfspuren der schwerhörige Mann wurde nicht in seinem Zimmer ermordet, findet aber keinen stichhaltigen Beweis dafür. Auch eine Befragung der übrigen Reisenden und ihres Reiseleiters Lofton bringt kein Ergebnis so dass der Inspektor die Gruppe weiterreisen lassen muss.
Als ein Angestellter des Hotels plötzlich mehr ausgibt als er sich leisten kann, entlockt Duff ihm, das es sich um Schweigegeld handelt. Mr. Honeywood gab es ihm, denn der Angestellte wußte als einziger, das er in jener Nacht das Zimmer mit dem Ermordeten getauscht hatte. Das der falsche ermordet wurde, erfahren wir wenig später als Mr. Honeywood in Nizza erschossen wird – kurz bevor Inspektor Duff dort eintrifft und den Mann befragen kann.
Er besucht als nächstes die in San Remo von ihrem Mann getrennt lebende Frau. Sie erklärt eine unglückliche Ehe mit einem gewissen Jim Everhard geführt zu haben, der sich als Diamantendieb entpuppte. Als sie in Südafrika mit Honeywood und einem Teil der Beute durchbrannte schwor Everhard ihnen Rache. Auf dem Weg zu einer Gegenüberstellung mit den männlichen Reiseteilnehmern wird die Zeugin im Lift erschossen.
Die Reise geht weiter in den Osten. Inspektor Duff verfolgt derweil eine andere Spur und reist nach Amerika, bleibt aber mit Pamela Potter, der Nichte des ersten Ermordeten, in Kontakt um sofort zu erfahren, wenn sich wieder etwas ungewöhnliches ereignen sollte.
In Hongkong betritt Pamela mit ihrem neuen Freund Mark einen Laden um Schmuck zu kaufen. Zwei Einheimische unterhalten sich, dabei fällt plötzlich der Name Jim Everhard, woraufhin einer der beiden auf die Reisegruppe deutet. Dort stehen Reiseleiter Lofton sowie Keane, Tait, Ross und der immerzu mit einer Schmalfilmkamera filmende Benbow. Leider verpasst Pamela den richtigen Moment herauszufinden wer gemeint war und ist nun, da Everhard annehmen muß, sie wüßte wer er ist, selbst in Gefahr. Als sie ein Telegramm für Duff aufgibt kann ihr Freund Mark sie gerade noch vor einem Attentat retten.
Die Weltreise geht weiter nach Honolulu und dort bespricht sich der alarmierte Duff mit seinem alten Freund Charlie Chan. Für einen Moment allein in dessen Büro wird der Scotland Yard-Mann durch ein Fenster niedergeschossen.
Wild entschlossen das Attentat auf seinen Freund zu rächen benachrichtigt Charlie seine Familie alles für eine Abreise fertig zu machen. Wenig später verabschiedet er sich kurz von Frau und ältestem Sohn und geht an Bord des Schiffes, das die Reisegruppe zu ihrem Ziel, San Francisco, bringen wird …

Vier neue Digitalisierte: „Chan Collection 2“

Warner Charlie Chan Collection 2Wer den kleinen aber feinen Karton im Sinn hat, der Warners erste „Charlie Chan Collection“ ausmachte, kann nur erstaunt sein. In der Vorankündigung schien es, als konnte sich die Marketingabteilung noch nicht für ein Box-Covermotiv entscheiden. Wenn man die Schachtel nun in Händen hält, mag man glauben, sie hätten vergessen das Bild mit dem stilisierten Charlie Chan durch echte Fotos zu ersetzen. Aber es ist ja der Inhalt, der zählt.

Vier Standard-Plastikhüllen mit je einer roten Scheibe, so dass man die Filme auch losgelöst von der Box getrennt verkaufen kann. Die Qualität der digitalisierten Versionen ist einwandfrei. An Extras findet sich leider nichts auf den Scheiben. Dialoge in englisch, Untertitel immerhin englisch, französisch und spanisch.

Shadows over Chinatown DVDDie Filme stammen alle vom Ende des Chan-Zeitalters. Mantan Moreland als Birmingham und Victor Sen Young als Jimmy sind immer dabei:

The golden Eye DVD

 

Die Box ist seit August in den USA erhältlich. Drei Filme für die Warner das Copyright hat stehen noch aus, darunter der einst auch synchronisierte „The red Dragon / Charlie Chan in Mexiko“ mit Sidney Toler als Chan. Bleibt zu hoffen, dass der Abschluss der Warner-Collection-Boxen nicht noch einmal 3 Jahre auf sich warten lässt.

Charlie Chan in Honolulu – Die Kritiken

Charlie Chan in Honolulu OriginaltitleSidney Toler übernimmt die Hauptrolle „Charlie Chan“ von dem kurz vor Drehbeginn verstorbenen Warner Oland. Sen Yung als „Jimmy Chan“ ersetzt außerdem Keye Lukes „Lee Chan“, der zu Beginn verbal auf die Kunstakademie verabschiedet wird und macht seine Sache ordentlich.
Luke stieg aus, weil er nicht glaubte, jemand könnte Warner Oland ersetzen. Zudem gab es Streit um die Gage und er sah ein, dass er ewig nur den Sidekick hätte spielen dürfen.
In „Honolulu“ allerdings wäre sein Part deutlich größer ausgefallen. So bestritt der schauspielerisch noch unerfahrene Sen Yung den Anfang des Films, bei dem Charlies Sohn die Ermittlungen beginnt, bis sein Vater eintrifft.
Möglicherweise war das Drehbuch einerseits Ausdruck des Vertrauens in Keye Luke und auf der anderen Seite mit Rücksicht auf Olands angeschlagene Gesundheit so entstanden.
Das Ergebnis kam beim Publikum auch mit den neuen Schauspielern an und so konnte das Duo die Serie mit ihren Abenteuern bereichern.

Charlie Chan in Honolulu dtTitelAuch die Kritik stellt die Einführung der beiden Neuen über den Inhalt:

Für »Variety« (21.12,1938) bestand kein Zweifel, dass die Fans Toler schnell akzeptieren würden.
»Motion Picture Guide« (S. 401) merkt Regie und Buch als glanzlos an.
Ken Hanke (»Charlie Chan at the Movies«, McFarland & Co, 1989; S. 112 u. 117) findet den Film durchgängig unterhaltend, obwohl der Fall nicht so sehr interessiert, denn der Plot träte zur Seite für die Einführung des neuen Charlie Chan.
Charles P. Mitchell (»A Guide to Charlie Chan Films«, Greenwood, 1999; S. 70) bekrittelt zuviel Comedy und den holprigen Einstieg mit Jimmys als Hauptfigur.

 

Allerlei zu “Charlie Chan in Honolulu”

Charlie Chan in Honolulu StillOriginaltitel: »Charlie Chan in Honolulu« (dt. wörtlich übersetzt)
Laufzeit: 68 Minuten

Produktionszeitraum: 31. Oktober bis Ende November 1938
Copyright: 20th Century/Fox, 13.1.1939
Premiere: 13.1.1939

Charlies beste Sprüche:

  • Wenn Geld klimpert, wenige Menschen sind taub.
  • Meinung ist wie Teeblatt in heißem Wasser – beide müssen sich langsam setzen.
  • Selbst Brüderschaft mit Schlange keine Garantie gegen ihren Biss.
  • Vorsicht ist beste Lebensversicherung.

Charlie Chan in Honolulu DVDEs spielen:
Sidney Toler [Charlie Chan]
Phyllis Brooks [Judy Hayes]
Sen Yung [Jimmy Chan]
Eddie Collins [Al Hogan]
John „Dusty“ King [George Randolph]
Claire Dodd [Elsie Hillman / Carol Wayne]
George Zucco [Dr. Cardigan]
Robert Barrat [Captain Johnson]
Marc Lawrence [Johnny McCoy]
Richard Lane [Mike Hannigan / Detective Arnold]
Layne Tom, Jr. [Tommy Chan]
Philip Ahn [Wing Foo]
Paul Harvey [Inspektor Rawlins]

Wo kann man die Schauspieler hierzulande noch sehen?

Phyllis Brooks spielte u.a. auch im folgenden „Charlie Chan in Reno“ mit.
Dasselbe tat Eddie Collins, den man auch in Western wie „Rache für Jesse James“ oder „Trommeln am Mohawk“ sehen kann.
John ‚Dusty‘ King ist in „Mr. Moto und sein Lockvogel“ oder „Das gibt es nur in Texas“ dabei.
Claire Dodd kann man in „Spätere Heirat ausgeschlossen“ spielen sehen.
George Zucco ist vielleicht der bekannteste aus dieser Riege. Er ist in „Scotland Yard erlässt Haftbefehl“ oder „Der Glöckner von Notre Dame“ dabei, ebenso bei „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ und einer seiner Fortsetzungen, nämlich „Verhängnisvolle Reise“.
Robert Barrat spielt z.B. in „Unter Piratenflagge“, „Der letzte Mohikaner“ oder „Schnellboote vor Bataan“.
Marc Lawrence legte eine lange Schauspielkarriere hin. In einer Kleinstrolle wirkte er bei „Charlie Chan in der Oper“ mit, später bei „Charlie Chan am Broadway“ und „Charlie Chan im Wachsfigurenkabinett“ folgte noch. Lustig wird es z.B. bei „Vorsicht Gespenster!“ oder „Abbott und Costello auf Glatteis“. Aber auch die folgenden Jahrzehnte war er immer wieder in Kinofilmen, etwa „James Bond 007 – Der Mann mit dem goldenen Colt“, „Bud, der Ganovenschreck“ oder „From Dusk Till Dawn“. Noch ein Beispiel aus einer TV-Serie: „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert (Ep. 57: Yuta, die letzte Ihres Clans)“
Richard Lane spielte in „Leoparden küßt man nicht“, „Mr. Moto und die geheimnisvolle Insel“ oder „Orchid, der Gangsterbruder“. Auch „Dick und Doof in geheimer Mission“, „Stierkämpfer wider Willen“ oder – deutlich später – „Zotti, das Urviech“.
Philip Ahn war in „Die gute Erde“ zu sehen und hat z.B. „Mr. Moto und der China-Schatz“ oder „Mr. Moto und der Schmugglerring“ auf der Liste. Es folgten in „Schnellboote vor Bataan“, „Die Glasmenagerie“ oder „Weißer Herrscher über Tonga“ war er dabei.
Auch er schaute immer wieder im TV vorbei: „Solo für O.N.K.E.L.“, „Ihr Auftritt, Al Mundy“, „Kobra, übernehmen Sie“, „Die Straßen von San Francisco“, „Kung Fu“ oder „M*A*S*H“.
Paul Harvey spielte im leider verschollenen „Charlie Chan’s Courage“, aber auch in „Mr. Moto und die geheimnisvolle Insel“, „Der Engel mit der Trompete“, „Der Vater der Braut“ oder „Die zehn Gebote“.

Charlie Chan in Honolulu

Charlie Chan in HonoluluMord auf einem Frachter mit Kurs auf Hawaii. Charlies Söhne Jimmy und Tommy sind als erste an Bord und richten viel Verwirrung an, bevor der Detektiv eingreifen kann. Denn es wird nicht nur ein Mörder gesucht sondern auch 300.000 $ die der Ermordete an sich nehmen wollte …

Familie Chan sitzt beim Essen, als Jimmy, Sohn Nr. 2, bekannt gibt, dass er gerne Detektiv werden möchte. Während seine Geschwister frotzeln, erklärt Charlie seine Unterstützung für den Plan.
Da erscheint Wing Foo mit der Nachricht, das er seine Frau Ling, Charlies Tochter, mit Wehen in das “Entbindungshaus” gebracht hat. Frau Chan ist über diese Nachricht des Schwiegersohns mindestens ebenso aus dem Häuschen wie Charlie selbst. Die beiden beschließen hinzufahren, jedoch sollen die Kinder zu Hause bleiben und weiter essen. Die Baggage ist aber derart aus dem Häuschen, dass sie sich nichts sagen lässt und einfach mitkommt.
Alle? Nicht ganz. Tommy nimmt einen Anruf aus dem Morddezernat entgegen. Charlie soll einen Mord auf dem Schiff Susan B. Jennings untersuchen.
Tommy setzt daraufhin Jimmy einen Floh ins Ohr, den Fall zu übernehmen. Da er mit dem Aufklären eines Mordes endlich ernstgenommen werden würde, ist Jimmy schnell bereit, sich der Sache anzunehmen. Er möchte seinen Bruder Tommy nicht dabei haben, doch der schmuggelt sich heimlich in Jimmys Auto und an Bord des Landungsbootes, das die beiden zum Schiff bringt.
Der Kapitän findet den berühmten »Chan«, dessen “Lorbeeren von Singapur bis Stockholm verstreut liegen”, recht jung, Jimmy hält sich nicht mit Richtigstellungen auf.
Das Mordopfer war nicht Passagier, sondern kam erst vor einer halben Stunde mit einem Boot an Bord. Der Schuss fiel, als er der Anwalts-Sekretärin Judy Hayes wie verabredet einen Ring übergab, woraufhin diese ihm 300.000 $ aushändigen sollte.
In der Zwischenzeit ruft Charlie von der Klinik aus im Morddezernat seinen Chef an und erfährt, dass er bereits seit einer halben Stunde an Bord eines Schiffes sein soll und beschließt, dorthin zu fahren.
Auf der Susan B. Jennings schleicht derweil Tommy Chan herum und versteckt sich ausgerechnet in dem Raum mit dem Toten. Dr. Cardigan, ein merkwürdiger Passagier, folgt ihm und verschwindet durch einen anderen Ausgang, als er den Kapitän mit Jimmy kommen hört.
Jimmy stellt fest, dass der Tote schwer zu identifizieren ist, da selbst das Schneideretikett aus dem Anzug getrennt wurde. Gleich darauf lässt ihn das Brüllen eines Löwen erschauern. Der Tierpfleger Hogan erscheint und erklärt, dass sich ein Geist im Laderaum herumtreibe, der die Tiere erschreckt. Zusammen gehen sie zurück, wissen aber nicht, dass es Cardigan war, dessen Schatten Hogan gesehen hatte.
Im Laderaum befinden sich mehrere Käfige mit Tieren, die zum Zoo nach San Francisco gebracht werden. Der Tierpfleger lässt Oscar den zahmen Löwen frei herumlaufen. Jimmy sieht noch Cardigans Schatten, aber dieser entkommt unerkannt.
Als Jimmy die zum Teil aus dem Schlaf gerissene Crew befragen will, erweist sich diese als recht unkooperativ. Im nächsten Moment wird er als Betrüger entlarvt, denn Detektiv Arnold, einer von 6 Passagieren auf dem Frachter, kennt Charlie Chan von Fotos.
Charlie kommt rechtzeitig um Jimmy vor einem unfreiwilligen Bad im Ozean zu bewahren und erklärt seinen Sohn mit den Worten: “Sprössling von Bambus, der sich für Stamm ausgibt“
Tommy erscheint, erzählt von dem verdächtigen Verhalten Dr. Cardigans und – wird nach Hause geschickt. Jimmy darf bleiben und händigt den Ring aus, den Judy Hayes als Erkennungszeichen erhalten hatte. Charlie entziffert die Gravur: “E.H. für R.H.”.
Offizier Randolph war einer der Ersten am Tatort und nimmt Judy Hayes in Schutz. Carol Wayne möchte nicht viel erzählen, außer, dass sie seit kurzem verwitwet ist. Arnold von der San Francisco-Polizei ist dabei, den aus dem Gefängnis entflohenen Johnny McCoy zurückzubringen.
Kurz bevor das Schiff andockt, stellt Judy Hayes fest, dass das Geld, das sie zuletzt in der Kabine verwahrt hatte, gestohlen worden ist.
Niemandem wird erlaubt von Bord zu gehen. Carol Wayne bittet Randolph um Hilfe, doch dieser weigert sich, woraufhin sie versucht,e ihn zu erpressen, da er Judy Hayes vor dem Mord einen Revolver übergeben hatte.

Da waren es drei: Ein fast perfektes Alibi auf DVD

Ein fast perfektes Alibi DVD Cover Händler können einen doch immer wieder erstaunen. Gestern hieß es noch, ich müsste wohl bis zu 14 Tage länger warten, nun kam die DVD doch schon heute.
„Charlie Chans Geheimnis“, im Frühjahr noch für diesen Zeitpunkt angekündigt, ist auf Amazon nicht mehr gelistet. Schade, aber zuletzt hatte man das schon erwartet.

Zur DVD: Wer nur die Uralt-Version von „Ein fast perfektes Alibi“ („Dark Alibi“) kennt, muss wirklich staunen, ob es derselbe Film ist. Derart digitalisiert kann man nun auch den Szenen im Dunkeln problemlos folgen. Der Ton ist prima, neben der deutschen auch die englische Original-Fassung mit draufgebrannt.

Fehlende Dialoge
Kurz vor Schluss des Films, beim letzten Besuch im Theater-Magazin, fehlen dem deutschen Dialog einige Sekunden. Als Birmingham in die Rüstung guckt, eilt der (deutsche) Dialog zunächst dem Bild davon, wenn Sekunden später Schüsse fallen, ist wieder alles synchron, doch Tommy erklärt nun auf englisch, er habe eine Idee. Woraufhin Tommy und Birmingham aufspringen, und zum LKW eilen, womit die deutsche Synchronspur wieder einsetzt.
Es ist leider nicht ungewöhnlich, dass über die Jahre schon in den USA an Chan-Filmen herumgeschnippelt wurde. Das Material ist vermutlich 1977 so gekauft worden; die Sequenz fehlt bei allen mir bekannten deutschen Fassungen dieses Films. Jetzt also endlich vollständig …

Dark Alibi DVDDie Untertitel sind wie gewohnt sehr ausführlich. Über die Handvoll Schnitzer („Tony“ => „Tommy“) verliere ich diesmal kein großes Wort. Das Thema amüsiert zwar manchen, aber wir sind alle nicht perfekt und qualitativ ist das ganze eben doch gut gelungen.

Hoffentlich ist mit der dritten Scheibe (1: „Gefährliches Geld„, 2: „Die Falle„) nun nicht schon wieder Schluß mit der Serie bei CHANDLER. Die Originalscheiben kamen schon vor 3 Jahren auf den Markt und in den USA ist soeben „Schatten über Chinatown“ frisch digitalisiert erschienen *zaunpfahlwink* …